Umweltschutz: Firma baut Straßen aus alten Flaschen – Seit seiner Erfindung Anfang des 20. Jahrhunderts als gefeiertes Allround-Produkt gefährdet Plastik unsere Umwelt. Strohhalme, alte Fischnetze und Plastikflaschen in den Ozeanen sind ein globales Problem. Plastik hat unser Leben verändert, doch es verrottet nicht. Eine Tatsache, der sich mehr und mehr Menschen stellen und Ideen zur Lösung des Problems anbieten. So wie die Firma aus diesem Video.

Es wird nicht nur darüber nachgedacht, wie man die Herstellung von neuem Plastik vermeiden kann, sondern auch, wie man den bereits bestehenden Plastikmüll neuen Funktionen zu führen kann. Ein englisches Unternehmen kam auf eine verblüffend simple und doch höchst effektive Geschäftsidee: Plastikflaschen dienen zur Verbesserung von Asphalt – und machen Straßen damit nicht nur widerstandsfähiger und länger haltbar, sondern sogar preiswerter.

MacRebur heißt die Firma, die diese brillante Idee in die Tat umsetzte. Eine Idee, deren Ursprung gar nicht auf das Unternehmen selbst zurückgeht.

Denn dessen Chef Toby McCartney arbeitete vor einigen Jahren bei einer wohltätigen Organisation in Indien. Im Ausland beobachtete er Müllmänner, die auf einer Deponie Plastikflaschen aus dem Hausmüll pickten. Neugierig fragte er sie, was sie damit vorhätten.

So erfuhr er, dass die Männer in ihren Wohngegenden Schlaglöcher mit dem Plastik stopften, indem sie es schmolzen. McCartney kehrte nach England zurück – und verfolgte die Idee weiter, Asphalt mit dem Müll von Plastikflaschen quasi ein Upgrade zu verpassen. So minimiert MacRebur durch das Verfahren zudem den CO2-Fußabdruck von Asphalt, weil weitaus weniger fossiler Brennstoff für die Herstellung aufgewendet werden muss.

Dabei kann nicht jedes Plastik zum Einsatz kommen, sondern lediglich die Varianten, die nicht für Recycling geeignet sind, sowie schwarzer Kunststoff. Das Ergebnis: Eine Straße, die extremer Hitze und Kälte sowie Schäden weitaus besser standhält – zehn Mal so lang, bei 60 Prozent härterem Ausgangsmaterial. Plastikflaschen ade, Schlaglöcher ade, was will man mehr?

Quelle: jumblejoy.com