„Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 Max“ im Test: Mit dem neuen „Stealth 600 Gen 2 Max“ aus dem Hause Turtle Beach erhält eine der beliebtesten Gaming-Headset-Familien potenten Zuwachs, der vor allem durch seine Flexibilität und Kondition auffällt. Denn offiziell ist das „Gen 2 Max“ zwar für die Xbox lizensiert worden, als eines der wenigen kabellosen Headsets auf dem Markt, funktioniert es aber auch an der Playstation und der Switch – einem Umschalt-Dongle sei Dank.

Besitzer mehrerer Konsolen kennen das Problem, dass unterschiedliche Übertragungstechniken auch mehrere Headsets nötig machen. Zum Preis von 139,99 Euro bietet Turtle Beach nun aber eine Kombilösung an, die sich auf die Stärken eines absoluten Bestsellers beruft.

Optisch stark an den Vorgänger „Stealth 600 Gen 2“ angelehnt, kommt das „Gen 2 Max“ mit einem USB-Dongle daher, der über einen Schalter verfügt.

Eine der beiden Einstellungen ist für den Betrieb an der Xbox reserviert, die andere für den Betrieb an Playstation, Switch und PC. Die Installation und Bedienung sind dabei denkbar einfach: Den korrekt eingestellten Dongle in einen USB-Port des jeweiligen Gerätes gesteckt, Headset einschalten, fertig. Auch der Wechsel zwischen den verschiedenen Systemen funktioniert problemlos.

Zum Laden steckt in der Verpackung außerdem noch ein recht knapp bemessenes USB-C-Kabel, aber das sollte in gut sortierten Haushalten von heute kein Problem mehr darstellen, tut es doch jedes andere handelsübliche USB-C-Kabel genauso gut. Mal ganz abgesehen davon, dass das „Gen 2 Max“ ohnehin nicht oft geladen werden muss.

Denn einer der Gründe für den im Vergleich zum Vorgänger deutlich höheren Preis ist die stolze Akkulaufzeit von 48 Stunden.

Und hat man ob dieses Luxus dann doch mal zu laden vergessen, lassen sich innerhalb von nur 15 Minuten ganze 8,5 Stunden Betriebszeit in das Gerät pumpen.

Rein haptisch wird gewohnte Turtle-Beach-Kost geboten, die aufgrund des verbauten Plastiks stets etwas an Wertigkeit missen lässt. Glücklicherweise täuscht der Eindruck, ist das Headset doch ziemlich stabil und gleichzeitig flexibel genug, um auch wilde Gamingsessions schadlos zu überstehen. Mehrere Gelenke erlauben eine bequeme Anpassung an die eigene Kopfform, die Hörmuscheln lassen sich zur Verlängerung bis zu 3,5 Zentimeter aus dem Bügel ziehen.

Mit den dicken atmungsaktiven Textilpolstern liegt das „Gen 2 Max“ gut und angenehm auf den Ohren und eignet sich auch für Brillenträger. Die Bedienelemente befinden sich allesamt am linken Hörer: Ladebuchse, Power- und Mode-Button sowie zwei Drehräder für Spiel- und Chatlautstärke.

Vorteil Xbox: An Microsoft-Konsolen lässt sich die Spiellautstärke unabhängig von der Chatlautstärke regeln. An allen anderen Geräten entfällt die allgemeine Lautstärke auf das obere Drehrad, während das andere das variable Mic Monitoring regelt – also die Lautstärke, mit der ihr eure eigene Stimme hört.

Und so mussten wir im Test auf der Playstation die Spiellautstärke über das Menü des Spiels regeln, um unseren Gesprächspartner gut hören zu können. Da das „Gen 2 Max“ aber deutlich bequemer sitzt und besser von Geräuschen der Umwelt abschirmt als das offizielle „Pulse 3D“ der Playstation, ist das aber ein zu verschmerzendes Übel.

Zumal das Turtle Beach Headset Sonys 3D Audio für die PS5 ebenso unterstützt wie Windows Sonic, Dolby Atmos und DTS Headphone: X.

Zum Chatten klappt ihr das Mikrofon an der linken Ohrmuschel herunter, zum Stummschalten einfach wieder hoch, wobei es spürbar einrastet, so dass keine peinlichen Situationen zu befürchten sind. An der übertragenen Sprachqualität lässt sich nichts beanstanden, das Mikrofon könnte für unser Empfinden jedoch gerne etwas straffer im Gerät sitzen.

Die 50-mm-Treiber liefern einen satten Sound, der uns dazu veranlasst hat, auf dem PC ein wenig in unserer Musikbibliothek zu stöbern. Über den Mode-Button wählen wir aus den vier Sound-Einstellungen „Signature Sound“, „Bass Boost“, „Bass + Treble Boost“ sowie „Vocal Boost“.

Naturgemäß eignet sich nicht jede Einstellung für jeden Zweck gleich gut, weshalb wir immer wieder je nach Bedarf durch die Presets wechselten und am Ende immer mit einer davon sehr zufrieden waren. Dank zuschaltbarem Superhuman Hearing, welches nahende Schritte oder nachladende Gegner akustisch genauer hervorhebt, verschaffen sich Core-Gamer zudem einen kleinen Wettbewerbsvorteil.

Ordentlich Wumms hat das „Gen 2 Max“ auf jeden Fall! Schade eigentlich, dass es weder Bluetooth unterstützt, noch über einen Klinkeneingang zum alternativen Betrieb am Smartphone und Co. verfügt.

Fazit:

Ein vielseitiges Kraftpaket für vielseitige Zocker: Dank der Kompatibilität zu allen gängigen Konsolen und dem PC ist das kabellose „Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 Max“ die ideale Lösung für Vielspieler, die über mehrere Systeme verfügen. Während das grundsätzliche Design und die akustischen Qualitäten im Wesentlichen dem viel gelobten Vorgänger entsprechen, protzt das Headset bei gewohnt hohem Tragekomfort mit einer Akkulaufzeit von stolzen 48 Stunden. Das schlägt sich jedoch auch auf den Preis nieder, der mit rund 140 Euro vergleichsweise hoch ausfällt.

Das „Turtle Beach Stealth 600 Gen 2 Max“ ist für 139,99 Euro direkt beim Hersteller oder auch auf Amazon erhältlich.