GTR 2e

Wer es lieber dezenter mag, ist mit der GTR 2e wohl besser beraten als mit der wuchtigen T-Rex Pro. Dabei handelt es sich um eine etwas abgespeckte Version zur GTR 2, die dafür aber auch vom Preis her etwas schlanker daherkommt und eine beachtliche Akkulaufzeit verspricht.

Auf den ersten Blick überzeugt das schlanke und elegante Design, welches auf einen Rand um den 1,39 Zoll AMOLED HD Bildschirm verzichtet und mit gebogenem Glas abschließt. Qualitativ hinterlässt das Display einen ähnlich wertigen Eindruck wie bei der T-Rex, kommt dabei aber sogar mit einer besseren Auflösung und deutlich mehr wählbaren Zifferblättern daher. Sogar die Einbindung eigener Bilder als Hintergrund ist möglich.

Bot die „große“ GTR 2 noch aufwändige Funktionen wie WLAN-Anbindung, einen eigenen Musikspeicher sowie ein Lautsprecher zur Bluetooth-Telefonie, wurden diese für die „essential“-Version entsorgt, was sich nicht nur positiv auf den Preis, sondern auch auf die Akkulaufzeit auswirkt.

Bei typischer Verwendung sollen bis zu 24 Tage mit nur einer Ladung möglich sein, bei intensiver Nutzung immerhin noch 12 Tage. Nutzt man die Uhr lediglich, um ab und zu, um mal nach der Uhrzeit zu schauen, soll sie sogar ganze 45 Tage durchhalten. Geladen wird, wie bei der T-Rex Pro übrigens auch, über ein USB-Kabel mit einem magnetischen Ende, das ihr einfach an die Rückseite der Uhr anlegt.

Nun umfasste unser Testzeitraum diese Zeitspannen zwar nicht, aber tatsächlich mussten wir die GTR 2e bislang lediglich zu Beginn einmal laden und rein rechnerisch dürften die angegebenen Laufzeiten durchaus erreicht werden. Beeindruckend.

Ansonsten verfügt die Smartwatch neben der 24-Stunden-Herzfrequenzüberwachung mit optionaler Warnung bei Abweichungen, der Blutsauerstoff- und Stresslevelmessung, einer Schlafanalyse und dem PAI-Gesundheitsbewertungssystem auch über einen Wecker, Stoppuhr, Schritt- und Kalorienzähler sowie einen relativ sinnlosen Temperatursensor. In Verbindung mit dem Smartphone lassen sich zudem das Wetter und eingegangene Nachrichten überprüfen, die Musik steuern und alle gesammelten Daten in der Zepp-App aufbereitet anzeigen.

Alls in allem fällt der Funktionsumfang damit erwartungsgemäß geringer aus als bei der T-Rex Pro, die Wasserdichte beträgt mit 5 ATM nur die Hälfte (was immer noch so zäh ist, wie die erste T-Rex) und auch in Sachen Bedienung muss die GTR 2e mit zwei Knöpfen weniger auskommen, was in der Praxis jedoch keinen nennenswerten Nachteil dargestellt hat. Etwas schwerer wiegt da schon die mit 90 Stück immer noch hohe, aber dennoch etwas geringere Auswahl an Sportmodi, bei der uns persönlich zum Beispiel das Rudern abging.

Zudem umfasst das Bedienungsrepertoire laut Hersteller eine Offline-Sprachsteuerungsfunktion, die auch ohne Verbindung zum Smartphone, dafür aktuell jedoch nur auf Englisch funktioniert. Die Einbindung von Alexa soll per Update folgen. Allerdings konnten wir in den Einstellungen der Uhr bislang leider nichts in Sachen Sprachsteuerung finden. Die FAQ-Seite des Herstellers hat diesbezüglich trotz entsprechendem Eintrag leider keine Abhilfe schaffen können. Ergo werden wir wohl auf das angekündigte Update warten müssen.

Dennoch präsentiert sich die GTR 2e als eine qualitativ hochwertige und schick anzusehende Smartwatch, welcher die Abmagerungskur im Gegensatz zur GTR 2 erstaunlich gut zu Gesicht steht. Die Vorteile in Sachen Akkulaufzeit und Preis gleichen den geringeren Funktionsumfang unserer Meinung nach absolut aus. Zu einem vergleichsweise moderaten Preis erhaltet ihr mit der GTR 2e auf jeden Fall einen zuverlässigen und äußerst ausdauernden Begleiter.

Erhältlich ist die Amazfit GTR 2e in den Farben Obsidian Black, Slate Grey und Matcha Green entweder unter diesem Link beim Hersteller selbst oder auf Amazon für 129,90 Euro.