GPS-Smartwatches mit Fitnesstracker finden bei Sporttreibenden immer mehr Anklang, lässt sich das gezielte Training über die praktischen Wearables und deren Funktionen doch besser koordinieren und nachvollziehen. Einer der großen Player in dem Segment ist der chinesische Hersteller Amazfit, der aktuell nicht nur mit der neuen „T-Rex Pro“ ein enorm widerstandsfähiges und potentes Gerät auf den Markt gebracht hat, sondern auch elegante Modelle wie etwa die „GTR 2e“ in seinem Portfolio führt. Wir haben uns die beiden Smartwatches genauer angeschaut.

T-Rex Pro

Nachdem sich das Vorgängermodell offenbar großer Beliebtheit erfreut hat, schiebt der globale Wearable-Hersteller Amazfit mit der „T-Rex Pro“ Smartwatch  urzerhand eine zweite Generation seiner Outdoor-Reihe nach, und erweitert dabei in erster Linie den funktionellen Umfang.

Wie die erste T-Rex macht auch die Pro-Variante mit der metallbespritzten Außenlünette aus Kunststoff einen vergleichsweise klobigen Eindruck, vermittelt damit aber auch die Robustheit, die man von einer Outdoor-Smartwatch erwartet. Tatsächlich wird trotz des geringen Gewichtes von 60 Gramm die „toughness“ hier nicht bloß vorgegaukelt, denn die T-Rex Pro hat ganze 15 Härtetests nach Militärstandard bestanden. Drei mehr als das Vorgängermodell.

Damit hält die Pro Extremtemperaturen von +70 bis -40 Grad Celsius, Eis und gefrierendem Regen stand. Auch 240 Stunden in Feuchtigkeit oder 96 Stunden im Salznebel können der Uhr nichts anhaben. Dank der 10 ATM Wasserdichtigkeit kann man damit sogar 100 Meter tief tauchen und stoßfest ist sie sowieso. Kurzum: Die T-Rex Pro könnt ihr ruhigen Gewissens in den Dschungel, die Wüste, das Meer oder auf Klettertouren mitnehmen.

Das Armband besteht aus hautfreundlichem Silikon und verfügt über ein schweißableitendes Design, kommt ansonsten aber recht klassisch mit einer etwas fummeligen Dornschließe daher. Zudem erschien uns das Armband mit Blick auf Menschen, die über kräftigere Handgelenke verfügen, als etwas kurz. Allerdings lässt es sich natürlich auch einfach austauschen.

Der kontrastreiche 1,3-Zoll-HD-AMOLED-Bildschirm ist in der Lage, die Helligkeit anhand eines Sensors zu regulieren, was in der Praxis recht gut funktioniert. Aktiviert ihr die Always-On-Funktion, bleiben Ziffernblätter oder die Uhrzeit in Zahlen (je nach gewähltem Zifferblattdesign) stets abgedunkelt sichtbar, bis ihr das Display durch das Heben eures Armes oder das Drücken eines der vier Knöpfe aktiviert. Den Bildschirm anzutippen reicht dazu nicht.

Wischt ihr nach links, öffnet sich die App-Liste. Ein Wischer nach unten führt zu einem praktischen Schnellmenü, über das ihr unter anderem den Nicht-Stören-Modus aktiviert oder die Helligkeit manuell regelt. Nach oben führt zu einer personalisierbaren Liste an Widgets, nach rechts zu den erhaltenen Nachrichten. Letzteres funktioniert, wie zum Beispiel auch das Wetter und der Kalender, jedoch nur via Bluetooth-Verbindung mit der laufenden Zepp-App auf dem Smartphone. Auf Nachrichten zu antworten ist leider nicht möglich, dafür lässt sich aber die Musikwiedergabe des Smartphones über die Uhr steuern.

Alternativ bedient ihr das Gerät mit den vier an den Seiten der Uhr verteilten Knöpfen, von denen drei der Navigation durch die Menüs dienen, und der vierte mit einer App frei belegt werden kann.

Zu den weiteren Funktionen gehören ein Schrittzähler, Berechnung des Kalorienverbrauchs, regelmäßige Herzfrequenzmessung – die Häufigkeit ist via Smartphone zwischen 1 Minute und 30 Minuten einstellbar, ebenso, ob bei Über- oder Unterschreiten festgelegter Grenzen eine Warnung erfolgen soll. Zudem Schlafüberwachung, Stressmessung, das firmeneigene PAI (Personal Activity Intelligence), welches eure sportlichen Aktivitäten und die täglich gemessenen Daten in einem numerischen Wert zusammenfasst, und natürlich das Sporttracking.

Gerade was Letzteres betrifft, hat Amazfit mit der T-Rex Pro gehörig aufgerüstet. Waren es bei der alten T-Rex noch läppische 14 zu erfassende Sportarten, sind es mit der Pro derer nun über 100. Dabei ist die Pro in der Lage, anhand eurer Aktivität acht der Sportmodi automatisch zu erkennen. Jedoch senkt diese Funktion den Akkuverbrauch erheblich und ist werkseitig von daher zunächst deaktiviert.

Darüber hinaus habt ihr bei vielen Sportarten die Möglichkeit, die Anzeige nach euren Wünschen anzupassen und auf einige Features zuzugreifen. So zum Beispiel das „Virtual Rabbit“, mit dem man um die Wette laufen kann, oder die Erfassung der Route, welche ihr später auf dem Smartphone anhand einer Karte nachvollziehen könnt.

Dazu bedient sich die T-Rex Pro nunmehr vier, statt wie zuvor nur zwei globalen Navigationssatellitensystemen, was in jedem Gelände eine hohe Genauigkeit in Sachen Positionierung ermöglicht. Hinzu kommt der neue barometrische Höhensensor, welchem ihr Luftdruck und Höhe entnehmen könnt, sowie ein SpO2-Sensor, welcher die Sauerstoffsättigung in eurem Blut misst, jedoch ausdrücklich nicht als medizinische Expertise zu verstehen ist.

Nicht unerwähnt bleiben sollten der Kompass, der angenehme Vibrationswecker und die äußerst nützliche „Telefonsuch-Funktion“, mittels derer euer verlegtes Smartphone ein kaum zu überhörendes Geräusch von sich gibt.

Bliebe noch die Akkulaufzeit, die herstellerseitig „18 Tage lang Aktivitäten und Fortschritte bei typischer Nutzung oder bis zu 9 Tage bei starker Nutzung“ bieten soll. In der Praxis haben wir die 18 Tage tatsächlich recht knapp erreicht, das aber auch nur bei teils mehrtägiger Nichtnutzung. Rein mathematisch erscheinen uns neun Tage unter Dauerbelastung insgesamt als etwas utopisch.

Ungeachtet dessen brüllt die T-Rex Pro stolz in die Welt hinaus „Lass uns raus in die Natur“ und hält in dieser Hinsicht auch, was sie verspricht. In Sachen Robustheit macht dieser Smartwatch so schnell keiner was vor und auch der Funktionsumfang überzeugt allein schon mit seinen über 100 verschiedenen Sportmodi. Die perfekte Smartwatch für unternehmungslustige Abenteurer also, die weder Wind noch Wetter scheuen.

Erhältlich ist die Amazfit T-Rex Pro in den Farben Meteorite Black, Desert Grey und Steel Blue entweder unter diesem Link beim Hersteller selbst oder bei Amazon zum Preis von 169,90 Euro.