Reinigung in 5 statt 24.000 Jahren?: Luft in Tschernobyl dank Schweizer Technik 47 % sauberer – Ein ukrainisches Staatsunternehmen, welchem die Verantwortung für die Umwelt rund um den havarierten Tschernobyl-Reaktor obliegt, hat sich mit einer Schweizer Technologiefirma zusammengetan. Das Ziel: Die Strahlungswerte im Boden und der Luft rund um das wohl bekannteste AKW der Welt zu vermindern. Sie sind seitdem um 47 Prozent gesunken.

Die beiden Firmen Exlterra (Excellence for Earth) und State Specialized Enterprise Ecocentre (SSE Ecocentre) haben für das Unterfangen eine Technologie namens Nucleus Separation Passive System (NSPS) verwendet. Sie erprobten NSPS in einem ein Hektar großen Gebiet – in einem Zeitraum vom November 2019 bis zum September 2020. In diesem Bereich verringerten sich die Strahlungswerte binnen nur eines Jahres beträchtlich:

Im Boden gingen sie um 37, in der Luft um 47 Prozent zurück.

Dies geht aus einem Bericht von „Ladbible“ hervor. Dem Bericht zufolge liegt damit eine Reduktion der Strahlungswerte auf den Normalbereich in fünf Jahren im Bereich des Möglichen – und nicht, wie die Halbwertszeiten vorgeben, in 24.000 Jahren. Der Generaldirektor von SSE Ecocentre in Tschernobyl, Sergiy Kireiev, betonte:

„Es ist das erste Mal seit 35 Jahren, dass es mit dieser Technologie gelungen ist, die Radioaktivität im Boden und in der Luft so deutlich zu reduzieren. Dies ist eine echte Hoffnung für das gesamte Gebiet, auch für die Behandlung des Sarkophags.“ Auch Exlterra-CEO Frank Muller erläutert: „Wir sind auf dem besten Weg, unser längerfristiges Ziel zu erreichen, nämlich die Rückführung der installierten Zone auf den Ausgangszustand oder das natürliche Niveau fünf Jahre nach Abschluss der Installation.“

Muller sieht auch Einsätze der Technologie an anderen Stellen:

„Wir werden weiterhin unsere Dienste anbieten, um dem Sperrgebiet von Tschernobyl, einschließlich des Gebiets um das Kraftwerk Nr. 4, zu helfen, und wir wollen unsere Lösung auch schnell an anderen problematischen Standorten auf der ganzen Welt anbieten, einschließlich Fukushima in Japan. Wir können die Einleitung von radioaktivem Wasser in die Meere verhindern und so eine neue Umweltkatastrophe vereiteln.“

Andrew Niemczyk, Präsident und CTO von Exlterra: „Was unmöglich schien, ist jetzt Realität. NSPS ist eine Innovation, die die natürliche Beschleunigung von Positronen in einem passiven System ermöglicht, um kontaminierte Bereiche zu entfernen. Es nutzt die in der Natur vorhandenen erneuerbaren Energiequellen, um den natürlichen Zersetzungsprozess von Schadstoffen im Boden erheblich zu beschleunigen.“

Niemczyk weiter:

„Das ist es, was diese Erfindung so einzigartig macht – sie nutzt natürliche Energien, um industrielle Verschmutzungen zu beseitigen, ohne auf chemische Ersatzstoffe oder Bodenmanipulationen zurückgreifen zu müssen. Wir stehen erst am Anfang der sinnvollen Anwendung einer solchen Technologie.“ Andrew Niemczyk führte aus:

„Wie bei unseren anderen erfolgreich vermarkteten Technologien haben wir bewiesen, dass wir die Ressourcen der Natur nutzen können, um die Wunden zu heilen, die wir ihr zugefügt haben. Der gemeinsame Nenner unserer Technologien, die unter der Erde installiert werden, ist die Nutzung natürlicher und erneuerbarer Kräfte, um greifbare Ergebnisse zu erzielen.“

Quelle: ladbible.com