Panasonic Schallzahnbürste EW-DC12 im Test: Zahnpflege ist heute noch so wichtig wie vor hundert Jahren. Und tatsächlich reinigen die meisten Menschen ihre Zähne im Grunde noch mit einer klassischen Zahnbürste, wie man sie bereits damals benutzt hat. Zeit, die Sache ein wenig aufzupimpen, dachte man sich im Hause Panasonic, und brachte jüngst die aufladbare Schallzahnbürste EW-DC12 auf den Markt.

Diese soll die Zahnpflege aber nicht nur einfacher machen, sondern auch schonender und effektiver. Insbesondere Menschen, die Probleme mit dem Zahnfleisch haben, sollten aufmerken, verspricht die EW-DC12 mit 31.000 horizontalen Putzbewegungen in der Minute, einer Schwingungsamplitude von gerade einmal einem Millimeter und den extrafeinen Borsten doch eine gründliche Reinigung bis in die Zahnfleischtaschen.

Extrafein bedeutet in dem Falle: 0,02 Millimeter.

Dadurch gelangen die Bürsten in die Zahnfleischtaschen, um dort in bis zu drei Millimetern Tiefe Beläge und Bakterien zu entfernen, ohne dabei das Zahnfleisch oder die Zahnhälse zu reizen.

Zudem verfügt die EW-DC12 über drei verschiedene Putzmodi: Den Standardmodus mit der maximalen Intensität und besten Reinigungswirkung, einen Sensitivmodus für Benutzer, die unter Zahnfleischproblemen leiden sowie den Softmodus, der sich vor allem an Umsteiger von klassischen Zahnbürsten richtet.

Als Tester zählte sich der Autor dieser Zeilen zu letzterer Gattung, und entsprechend war der erste Putzversuch mit einer Schallbürste ein echtes Erlebnis. Nützlich ist dabei, dass die EW-DC12 über einen Soft-Start verfügt. Soll heißen, nach dem Einschalten vibriert die Bürste nicht sofort mit voller Power los, sondern erreicht ihre volle Geschwindigkeit erst nach gut 2 Sekunden.

Dies dient dem Zweck, das Herumspritzen der Zahnpaste zu verhindern. Allerdings sollte man die Bürste spätestens dann bereits im Mund haben, wie wir gleich am ersten Tag feststellen mussten. Steht auch genauso in der Anleitung. Unser Fehler.

Geht es dann los, verspürt man beim ersten Mal ein ungewohntes Kitzeln.

Dies ist vollkommen normal und wird sogar in der Anleitung erwähnt. Dieses Gefühl soll sich geben, heißt es dort, und tatsächlich gewöhnte sich unser Mund an die hochfrequente Vibration, so dass das Kitzelgefühl beim dritten Putzen bereits nahezu verschwunden war.

Zum Putzen an sich wird vorgeschlagen, dass man seine Zähne in vier Bereich einteilt (oberer und unterer, linker und rechter) und jedem davon 30 Sekunden widmet – Vorderseite der Zähne, Beißebene der Zähne und Rückseite der Zähne. Nach dieser Zeit pausiert die EW-DC12 kurz, um zu signalisieren, dass es Zeit für den nächsten Bereich ist. Nach insgesamt zwei Minuten stoppt die Bürste zweimal schnell hintereinander und startet dann erneut.

Wir starteten im Softmodus und waren bereits nach dem ersten Mal beeindruckt davon, wie glatt sich die Zähne nach dem Putzen anfühlten. Ein wenig vergleichbar mit dem Gefühl nach einer professionellen Zahnreinigung beim Zahnarzt. Die Lautstärke ist dabei auch nicht höher als beim normalen Zähneputzen. Auf dem Standardmodus wird es geringfügig lauter, insgesamt haben wir die Lautstärke aber nicht als störend empfunden – wenn auch das hohe sirrende Dauergeräusch zugegebenermaßen nicht unbedingt das angenehmste ist.

Die Modi wechselt man, indem man direkt nach dem Einschalten den Powerknopf abermals drückt. Damit man sich nicht immer von Sensitiv zu Regular hochschalten muss, speichert die Bürste die letzte gewählte Einstellung.

Und das war es mit Bedienelementen auch schon.

Ansonsten gibt es nur noch drei Leuchten für die verschiedenen Modi, eine Anzeige für den Akku sowie eine Ladestatuskontrollleuchte, die erlischt, wenn der Akku vollgeladen ist. Zum Laden kommt die EW-DC12 mit einer Ladestation daher, in welche die Bürste gestellt wird.

Das Ganze hätte jedoch gerne etwas strammer gebaut sein können, da die Bürste in der Station recht wackelig steht. Dafür fühlt sich das kompakte Gerät in der Hand sehr gut und stabil an und sieht mit dem kupfernen Akzent am Kragen sowie der mattierten Oberfläche dazu noch recht schick aus.

Einmal vollladen nimmt nach Anleitung rund 17 Stunden in Anspruch. Klingt womöglich lange, aber gemessen daran, wie oft man die Bürste benutzt, ist das kein nennenswerter Kritikpunkt. Danach könnt ihr schließlich 90 Minuten putzen, was bei der vorgeschlagenen Dauer von 2 Minuten 45 Putzvorgängen entspricht. Und das dank original Panasonic Linearmotor bei stets gleichbleibender Leistung, vollkommen egal, ob die Bürste frisch geladen oder fast leer ist.

Der Bürstenkopf lässt sich problemlos abziehen und wechseln. Empfohlen wird das etwa alle drei Monate. Leider liegt dem Gerät nur ein einziger Bürstenkopf bei – und weitere waren zum Zeitpunkt unseres Tests online selbst über den Hersteller nicht zu haben. Ominös.

Fazit:

Gründliches Kraftpaket für die Zähne. Die EW-DC12 Schallbürste von Panasonic reinigt dank 31.000 horizontaler Putzbewegungen in der Minute und den extrafeinen Borsten zuverlässig bis in die Zahnfleischtaschen und eignet sich dank dreier Putzmodi auch für Menschen, deren Zahnfleisch bereits angegriffen ist. Hat man sich an das Kitzeln erst einmal gewöhnt, freut man sich über eine Bürste deren Motor bis zum letzten Akkutropfen gleichbleibende Leistung bringt, die den Putztakt angibt und für spürbar saubere Zähne sorgt.

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