Eine der wohl tollsten Eigenschaften und Faszinationen des Modellbaus ist die Möglichkeit, Dinge zu verkleinern und dabei ihre Funktionsweise im Idealfall beibehalten zu können. Insofern erfüllt das „Modellflugzeug“ aus diesem Video auch sämtliche Kriterien, die man als Amateur an so eine maßstabsgetreue Kleinversion stellen kann. Wir fragen uns nur, ob man bei einer solchen Länge ernsthaft noch von „Modellbau“ oder „klein“ sprechen mag.

Das meinen wir übrigens keineswegs abwertend – im Gegenteil, die Leistung, die hier vollbracht wurde, finden wir atemberaubend und ziehen davor unseren nicht vorhandenen Hut. Erstens, weil es schon ziemlich lange her ist, dass wir die gute, alte Concorde mal wieder im Einsatz gesehen haben. Zweitens, weil dieser gewaltige Nachbau eine Handwerksleistung darstellt, bei der man nur anerkennend mit den Ohren schlackern kann.

Ein gewisser Otto Widlroither ist für dieses wundervolle Modell und dessen Jungfernflug verantwortlich. Satte drei Jahre arbeitete er daran, von denen die Computer-Designs eines und der eigentliche Bau zwei Jahre verschlangen. Bei einer Spannweite von vier Metern ist die Riesen-Mini-Concorde unglaubliche zehn Meter lang und 1,85 Meter hoch.

Sie wiegt beeindruckende 149 Kilo – wohl auch nur so „wenig“, weil der Rumpf aus Carbonfasern besteht – und kommt mit vier Sechs-Liter-Tanks für Treibstoff sowie echtem pneumatischen Fahrwerk angerollt. Respekt, Herr Widlroither. Was für ein Geschoss. Im wahrsten Sinne.