Mil Mi-35P: Kampfhubschrauber einer neuen Generation – Der legendäre russische Kampfhubschrauber Mil Mi-24 – ehrfurchtsvoll auch „fliegender Panzer“ genannt – ist mittlerweile ziemlich in die Jahre gekommen, weshalb zukünftig die modernisierte Variante mit der Bezeichnung Mi-35P zum Einsatz kommen soll. Die Produktion im Werk Rostvertol läuft bereits seit einiger Zeit, nachdem die Testphase auf dem Gelände von Rostvertol und dem Nationalen Hubschrauberzentrum Мil&Kamov erfolgreich beendet worden war.

„Der Mi-35P vereint die besten Eigenschaften der legendären Mi-24-Familie, die sich im Luftkampf auf der ganzen Welt bewährt hat, mit den neuesten russischen Errungenschaften auf dem Gebiet der Avionik. Wir haben die Serienproduktion des Mi-35P im Rahmen des ersten Vertrags mit einem ausländischen Kunden gestartet“, erklärte der Generaldirektor von Russian Helicopters, Andrej Boginsky.

Der neue Standard verfügt über ein verbessertes Zielsuchsystem mit Langwellen-Matrix-Wärmebildtechnik der 3. Generation, eine hochauflösende Farb-TV-Kamera und einen Laserentfernungsmesser. Darüber hinaus ist der Mi-35P mit Nachtsichtgeräten der Generation 3+ sowie einer externen wie internen Beleuchtungsausrüstung ausgestattet, die eigens auf den Einsatz dieser Geräte abgestimmt ist.

Der Pilot wird von einem neuen digitalen Flugkontrollsystem unterstützt, welches nicht nur die Kontrollierbarkeit und Stabilität des Hubschraubers verbessert, sondern auch eine Automatisierung der Steuerungsprozesse erlaubt. Ergänzt wird das Setup durch ein modernisiertes System zur genaueren Zielbekämpfung.

Der Kampfhubschrauber ist mit einer zweiläufigen 23-mm-Kanone und S-8-Raketen bewaffnet, und kann darüber hinaus an den Außenlaststationen mit weiteren 23-mm-Kanonen, S-13-Raketen, Ataka Panzerabwehrlenkraketen, sowie Vikhr-1- oder Vikhr-1M-Lenkflugkörpern ausgestattet werden.

Dank der verbesserten Leistung in Kombination mit den modernen Flug- und Navigationssystemen ist der Einsatz der Mil Mi-35P unter verschiedensten geografischen Bedingungen zu jeder Tageszeit bei einfachen bis mäßig schweren Wetterbedingungen möglich, auf Sicht oder auch im Instrumentalflug.

Quelle: defenseworld.net