So ein CH-47 Chinook Transporthubschrauber ist mit seinen zwei Rotoren und einer maximalen Startmasse von fast 15 Tonnen schon ein ganz schöner Kaventsmann. Spätere Modelle sind sogar in der Lage, mit einem Gewicht von über 22 Tonnen abzuheben, um Truppen, Material, Fahrzeuge oder ganze Geschütze von A nach B zu bringen. Aber was, wenn so ein Ding mal eine Panne hat? Wer transportiert einen Transporthubschrauber?

Wenn einen das Leben etwas lehrt, dann ja wohl, dass es im Teich immer einen noch größeren Fisch gibt. Denn im Vergleich zur russischen Mil Mi-26 wirkt selbst der Chinook wie ein Bobbycar. Das sowjetische Ungetüm mit dem NATO-Codenamen „Halo“ ist bis heute der schwerste, stärkste und größte jemals in Serie gebaute Hubschrauber – und das, obwohl der Jungfernflug bereits 1977 stattfand.

Um diesen Titan mit achtblättrigem Rotor fliegen zu können, bedarf es einer fünfköpfigen Besatzung bestehend aus Pilot, Copilot, Navigator, Ingenieur und einem Flugtechniker, die in einer Druckkabine untergebracht ist. Im über Heckklappen und Laderampe zugänglichen Frachtraum finden zwei ganze Luftlandeschützenpanzer Platz, in der Passagierversion verfügt die MI-26 über nicht weniger als 82 Sitzplätze.

Dank beheizbarer Rotorblätter, Cockpitscheiben und Turbineneinlässe ist die Maschine selbst bei niedrigsten Temperaturen in der Lage, eine Nutzlast von 22.000 kg zu stemmen oder alternativ auch bis zu 20.000 kg an Stahlseilen unterhalb des Rumpfes zu tragen, wenn das Transportgut dann doch mal etwas zu sperrig für den Frachtraum sein sollte.

Genau das ist im folgenden Video der Fall, in dem zu sehen ist, wie ein gestrandeter Chinook von einer Mi-26 in die Luft gehoben wird, ganz so, als packe Löwenmütterchen Russland ein Jungtier im Nacken, um es in Sicherheit zu bringen.