Mikrochips im Gehirn: Musk plant offenbar Versuche am Menschen – Mit seinem Unternehmen Neuralink möchte Elon Musk in Zukunft gelähmten Menschen neue Wege ermöglichen, am Leben teilzuhaben. Möglich machen sollen dies Computerchips, die mit dem Gehirn von Betroffenen verbunden werden. Nachdem erste Tests an Tieren erfolgreich gewesen sind, will man nun offenbar in die nächste Erprobungsphase übergehen – dem Test am Menschen.

Dies lässt sich laut der britischen Zeitung „The Guardian“ aus einer Stellenanzeige seitens Neuralink für einen Leiter für klinische Studien schließen.

„Als Leiter der klinischen Studie werden Sie eng mit einigen der innovativsten Ärzte und Top-Ingenieure sowie mit den ersten Teilnehmern der klinischen Studie von Neuralink zusammenarbeiten“, heißt es darin.

„Sie werden das Team leiten und mit aufbauen, das für die klinischen Forschungsaktivitäten von Neuralink und die Entwicklung der regulatorischen Interaktionen verantwortlich ist, die mit einem schnelllebigen und sich ständig weiterentwickelnden Umfeld einhergehen.“

Das Unternehmen sucht außerdem einen „Koordinator für klinische Studien“, der dabei helfen soll, ein Team von Mitarbeitern für die Durchführung der Studie aufzubauen und mit den Aufsichtsbehörden in Kontakt zu treten. Den Bewerbern wird in Aussicht gestellt, „die Welt zu verändern und mit einigen der klügsten und talentiertesten Experten aus verschiedenen Bereichen zusammenzuarbeiten“.

Rückblick:

Anfang letzten Jahres veröffentlichte Neuralink ein Video, welches einen Affen namens Pager zeigte, der den Angaben zufolge mithilfe eines implantierten Chips ein Videospiel lediglich durch seine Gedanken zu lenken in der Lage war.

Via Twitter verkündete Elon Musk daraufhin, dass Gelähmte dank eines ersten Produktes von Neuralink künftig Smartphones mit ihren Gedanken steuern werden – und das auch noch schneller als Menschen, die ihre Daumen dazu benutzen.

Musk zufolge werde das Gerät „bündig in den Schädel implantiert und kabellos aufgeladen, so dass Sie völlig normal aussehen und sich auch so fühlen“.

Wann es soweit sein wird, ist bislang jedoch noch unklar. Die Erprobung am Menschen war bereits für 2020 angesetzt, doch daraus wurde nichts. Gegenüber dem „Wall Street Journal“ betonte Musk dann Ende 2021, dass er hoffe, dass der Chip im nächsten Jahr bei ersten Menschen mit schweren Rückenmarksverletzungen eingesetzt werden kann.

Allerdings spiele bei den Plänen auch die Zulassung seitens der US-Gesundheitsbehörde FDA eine Rolle.

Musk: „Ich glaube, dass wir mit Neuralink die Chance haben, die Funktionstüchtigkeit des gesamten Körpers von Personen mit einer Rückenmarksverletzung wiederherzustellen. Neuralink funktioniert gut bei Affen, und wir führen gerade eine Menge Tests durch, um zu bestätigen, dass es sehr sicher und zuverlässig ist und das Neuralink-Gerät sicher entfernt werden kann.“

Quellen: theguardian.com , bild.de