In den letzten Jahren hat die Medizin gewaltige Fortschritte erzielt und in unseren bewegten Zeiten darf es auch ruhig mal positive Neuigkeiten geben. Dementsprechend freuten wir uns, als wir in den Weiten des Netzes dieses Video ausfindig gemacht haben. Es zeigt einen gelähmten Mann, der sich für einen faszinierenden Versuch als Testperson bereitgestellt hat – und ein Exoskelett nur mit seinem Gehirn steuert.

Das Resultat ist verblüffend und zeigt, was in gar nicht so ferner Zukunft vielleicht schon Realität für viele sonst an den Rollstuhl gefesselte Menschen mit den entsprechenden Einschränkungen werden könnte. Denn der Proband bewegt das Exoskelett nur Kraft seines Geistes. Verantwortlich dafür sind zwei kabellose Sensoren, die dem Mann über den Bewegungszentren des Hirns in den Schädel operiert wurden.

Diese zeichnen die elektrischen Signale seines Gehirns auf und geben sie in Form von Anweisungen an das Gerät weiter. Mit virtuellen Simulationen für die Gliedmaßen übte der Proband den Umgang mit dem Prototypen der Alltagshilfe. Noch ist diese nicht voll autonom und muss an einem Hilfsgestell an der Decke befestigt sein – doch die Versuchsreihe mit diesem Patienten verlief erfolgreich.

Ganze 24 Monate offenbarte sich die Konstruktion als stabil und funktionsfähig, bis der Versuch positiv abgeschlossen wurde. Dabei musste das Exoskelett nur alle sieben Wochen gewartet werden. Man darf gespannt sein, was für Durchbrüche und Fortschritte diese Technologie in den kommenden Jahren noch auf dem Weg zur Marktreife erzielen wird.