Eure Frau pocht darauf, dass euch zur Abwechslung auch mal etwas Kultur und Geschichte guttäte? Dass man sich ja auch mal weiterbilden und dazu einem Museum einen Besuch abstatten könne, anstatt immer nur im Stadion einem blöden Ball hinterherzugucken? Dann überrascht sie doch einfach mal, indem ihr nicht nur bloß zustimmt, sondern sogar schon wisst, wohin.

Bucht in einem Anflug spontaner Romantik ein Hotelzimmer, packt die Koffer und haltet eurer Lieben die Autotür mit einem verschwörerischen Lächeln auf. Dann fahrt ihr direkt in den hohen Norden nach Kiel. Am Kiel-Kanal 44 steht dort nämlich das Maschinenmuseum. Und wenn der Start eines U-Boot Motors aus dem Zweiten Weltkrieg nicht geschichtsträchtig ist, dann wissen wir auch nicht weiter.

Das folgende Video vermittelt anhand genau dieses Beispiels einen guten Eindruck, was interessierten Gästen dort geboten wird. Unter fachkundiger Führung könnt ihr beiwohnen, wie der 6-Zylinder-Viertaktdiesel eines deutschen U-Bootes aus dem Zweiten Weltkrieg in Betrieb genommen wird.

Der in den Mannheimer Motorenwerken gebaute RS 34 S kam bei der U-Boot-Klasse vom Typ XXIII zum Einsatz und brachte es mit seinen 108 Litern Hubraum auf rund 576 PS, und damit auf eine maximale Überwassergeschwindigkeit von 10 Knoten, getaucht aufgrund des geringeren Strömungswiderstandes auf 10,75 Knoten.

Neben dem Dieselantrieb verfügten die vergleichsweise kleinen Typ XXIII Küsten-U-Boote, wie die deutlich größeren Vertreter vom Typ XXI auch, über einen leisen Elektro-Motor. Den vorzuführen würde aber sicherlich deutlich weniger Freude bereiten.