Autonomes Fahren, Roboter und künstliche Intelligenzen sind die Zukunft, sagen die einen. Andere warnen vor den Rechenknechten und Metallsklaven – irgendwann könnten sie den Menschen überflügeln und die Welt übernehmen. Sieht man ein Video wie das nun folgende, möchte man daran a) zweifeln und b) kann sich ruhigen Gewissens zurücklehnen, weil es bis zur Machtübernahme der Maschinen wohl noch ein paar Jahrhunderte dauern wird.

Andererseits: Ganz so ruhig kann man nicht bleiben, wenn man sieht, wie ein autonomes Fahrzeug – in diesem Fall ein Tesla ohne Fahrer – einen ebenso autonomen Roboter „totfährt“. Die Bilder stammen aus Las Vegas in den USA und ereigneten sich am 6. Januar 2019. Anlässlich der stattfindenden Elektronikmesse CES, auf der „Innovationen der Zukunft den Märkten vorgestellt werden“, sollten Roboter zu einem Stand transportiert werden.

Der überfahrene Roboter ist ein so genannter V4 der Firma Promobot und war Teil einer Sammlung von „autonomen Robotern, die für Geschäftspraktiken gestaltet wurden“. 2000 Dollar kostet es am Tag, einen solchen Metallknecht zu mieten. Der bietet Gesichtserkennung, kann Fragen beantworten, Hindernisse umfahren, seine Arme und den Kopf bewegen, verschiedene Materialien vorführen oder sich mit anderen Geräten vernetzen.

„Tut mir echt leid, der war niedlich!“

Er und seine Genossen sollen vor allem als Verwaltungskräfte, Museumsführer, Berater, Hausdiener und Messe-Hosts fungieren. Gut, als Ausweich-Akrobat eignet sich der V4 offenkundig nicht … Besagtes Modell aus dem Video war laut Firmenangaben gerade auf dem Weg zum Messestand von Promobot, als das Schicksal in Form eines selbstfahrenden Tesla Model S zuschlug.

Weil sich der Roboter zu weit von seiner Gruppe entfernt hatte, stand er im Weg und wurde prompt von dem Auto erfasst. Einem Auto, das Hindernisse und Gefahren auf seinem Weg wohlgemerkt eigenständig erkennen sollte. Gerade dann, wenn – wie in diesem Fall – ein Passagier an Bord ist. Erst 50 Meter nach der Kollision registrierte der Tesla, dass er etwas gerammt hatte, und hielt an.

Der Promobot v4 nahm solchen Schaden, dass er irreparabel beschädigt wurde. Der Tesla-Fahrer gegenüber „Mail online“: „Es war niemand da, keine Leute, keine Autos. Ich schaltete den Tesla also in den Selbstfahr-Modus und er rollte los. Und zack! Ein Roboter in der Spur. Ich dachte, meine Karre fährt drumherum – aber sie kracht direkt rein! Das tut mir leid, der Roboter sieht niedlich aus! Meine ausdrückliche Entschuldigung an die Ingenieure!“

Tja, Skynet, sieht so aus, als würden die Menschen bei diesem Personal den Krieg gegen die Maschinen doch noch locker für sich entscheiden!