So bequem kontaktlose Schlüsselsysteme für Autos auch sein mögen, so unbequem ist die damit verbundene Diebstahlproblematik. Der Chiphersteller NXP hat in Zusammenarbeit mit Volkswagen nun aber ein System vorgestellt, welches das Problem lösen soll. Ob endgültig oder vorerst muss sich erst noch erweisen, die Technik dahinter klingt aber bereits vielversprechend.

Zum Entsperren des vorgestellten Konzeptfahrzeuges kommt der sogenannte Ultra-Wideband-Funk zum Einsatz, gegen den heutzutage gängigen Methoden, wie das Verstärken des Signals von Funkschlüsseln, keine Wirkung zeigen. Und damit sind die Vorteile der neuen Technik noch nicht erschöpft. Dank der Ultra-Wideband-Technologie sollen auf lange Sicht auch Zusatzfunktionen auf Basis präziser Positionserkennung realisiert werden. Denkbar wäre zum Beispiel, dass sich der Kofferraum automatisch öffnet, wenn der Besitzer des Wagens davor steht.

Dazu wird die Entfernung vom Sender in einem Autoschlüssel oder auch Smartphone zu einer Antenne anhand der Zeit errechnet, welche das Signal benötig, um die dazwischenliegende Strecke zurückzulegen. Stehen mehrere Antennen bereit, lässt sich laut NXP-Technikchef Lars Reger die Position des Senders bis auf wenige Zentimeter genau bestimmen.

„Für uns steht zunächst der Diebstahlschutz im Fokus“, betont VW-Manager Maik Rhode. Der Autokonzern plant, noch in diesem Jahr zwei Modelle mit Ultra-Wideband-Funk an Bord vorzustellen. Etwaige Zusatzfunktionen sollen erst später folgen.

Und diese beschränken sich freilich nicht nur aufs Automobil. Auch in Sachen Smarthome könnte bald rege Nachfrage nach der neuen Technik bestehen. Immerhin gehören auch Größen wie Bosch, Samsung und der Schloss-Spezialist Assa Abloy einem Konsortium rund um Ultra-Wideband an.

Quelle: t3n.de