Der mittlerweile 14-jährige Jackson Oswalt aus Memphis, Tennessee (USA) hat Unglaubliches vollbracht – oder unglaublich Beunruhigendes, je nachdem, wen man fragt: Am Vorabend seines 13. Geburtstags, also noch als 12-Jähriger, konstruierte er anfangs in seinem Kinderzimmer einen funktionsfähigen Kernfusionsreaktor. Als das Projekt wuchs, stellten seine Eltern ihm ein weiteres Zimmer zur Verfügung. Er kaufte Teile auf eBay mit Geld, das seine Erzeuger bereitstellten.

Die gaben zwischen 8.000 und 10.000 US Dollar (umgerechnet: da. 7040 bis 8800 Euro) aus, um ihren Sohn zu unterstützen. Jackson stand vor der Wahl, wie die meisten Gleichaltrigen Videospiele zu spielen oder sich einem solchen Projekt zu widmen. Er verwendete Vakuum-Systeme, Pumpen und Kammern und konzipierte so ein funktionierendes System für Fusionsenergie, das in der Lage ist, Teilchen miteinander kollidieren zu lassen.

Dabei verließ sich Jackson nicht auf Lehrbücher, sondern suchte ein Internetforum für Amateur-Physiker auf. Den Rest überließ er der bewährten Trial-and-Error-Methode. Beruhigend, wenn man neben ihm wohnt und das später erfährt …

Vater erst ahnungslos

Jackson Oswalt gegenüber Fox News zu seiner Methode: „Nach einer Weile wurde es ziemlich einfach zu durchschauen, wie alles zusammenhing, aber am Anfang war es entscheidend, einen Aspekt des Ganzen herauszufinden, sich zu merken, was er eigentlich bedeutet und dann zu einem anderen Aspekt überzugehen. Schließlich kamen alle diese Teile des Puzzles für ein gutes Projekt zusammen.“

Jacksons Vater, Chris Oswalt, hatte nach eigenen Angaben lange keine Ahnung, was sein Sohn da eigentlich bastelte.

Er zog also Experten hinzu, die mit seinem Sohn über mögliche Risiken beim Bau eines Reaktors berieten. „Es war wirklich beeindruckend, ein Elternteil von jemandem zu sein, der zwölf Monate lang so ambitioniert war wie er“, so Chris Oswalt zur Arbeit seines Sohnemanns. „Er schuftete quasi täglich, lernte mit jedem Tag etwas anderes, scheiterte – man konnte dabei zusehen, wie er all diese Dinge meisterte.“

Richard Hull, Elektronikingenieur im Ruhestand und Betreiber der Website „Fusor.net“, bestätigte Jacksons Ergebnisse. Laut Hull ist der Junge somit einer der jüngsten Menschen in Amerika und möglicherweise auch der Jüngste weltweit, der die Fusion erreicht hat.

Quelle: ladbible.com