1 % der Flüsse verursachen 90 % des Plastikmülls im Meer: Diese Robot-Schiffe „fressen“ Müll noch im Fluss – Gewaltige Kunststoffmengen setzten den Ozeanen zu: Nicht nur die oft erwähnten Plastikstrohhalme, sondern auch Behälter wie Flaschen und Kanister, Kunststoffkörbe, zerrissene Reusen und Treibnetze aus dem kommerziellen Fischfang. 90 Prozent des Kunststoffs gelangen dabei über gerade Mal ein Prozent der Flüsse in die Meere – und genau hier setzen zwei wohltätige Organisationen mit Spendenaufrufen und Spezialfahrzeugen an.

Die beiden großen YouTube-Namen Mark Rober und MrBeast haben sich für ein ehrgeiziges Ziel zusammengetan: Gemeinsam mit Ocean Conservancy und The Ocean Cleanup haben sie zu einem zweimonatigen Spendenmarathon aufgerufen. Das Ziel: 30 Millionen US-Dollar für die Reinigung der Meere von Kunststoffen zu sammeln. Stand dieses Artikels sind bereit mehr als zehn Millionen US-Dollar nach nur fünf Tagen der Aktion zusammengekommen.

Die Aktion teilt sich dabei mit den beiden Organisationen auf zwei Einsatzgebiete auf:

Ocean Conservancy wird sich mit der einen Hälfte der gesammelten Spendengelder darum kümmern, Strände mithilfe von unzähligen freiwilligen Helfern von Kunststoffen und Müll zu säubern. The Ocean Cleanup konzentriert sich hingegen darauf, weitere spezielle Robotschiffe wie das Exemplar aus dem Video zu konstruieren.

Mit diesen Spezialfahrzeugen kann der Müll mithilfe von Fördersystemen an Bord direkt aus den Flüssen entnommen werden, wenn die Schiffe darin Auf und Ab kreuzen. Wie genau diese faszinierenden Systeme funktionieren, legt der frühere NASA-Ingenieur Mark Rober in dem Video dar und zeigt ein solches Fahrzeug und den erschreckenden Zustand eines solchen Müllflusses aus nächster Nähe.

Dabei wird die Wirkweise eines solchen Schiffes genau erläutert, das durch Solarsysteme und autonome Computersteuerung nahezu autark agieren kann.

Wer Interesse an dieser Aktion bekommen hat und einen Beitrag zur Reinigung der Meere leisten möchte, kann hier nähere Informationen erhalten.