Gefühlt klaffte in keinem Zeitalter die Schere zwischen Arm und Reich so weit, wie heutzutage. Eines der größten Probleme in den Industrienationen ist die zunehmende Obdachlosigkeit bei steigenden Miet- und Wohnpreisen. Ein Unternehmen aus den USA hatte nun eine geniale Idee, wie dem zu begegnen ist: mit bezahlbaren Häusern aus dem 3-D- Drucker.

„Icon“ nennt sich das Start-up, das mithilfe von 3-D-Druckrobotern und wenigen Arbeitskräften binnen weniger Stunden ein bezahlbares Haus für wirklich jedermann aus dem Boden stampfen kann. Klar, dass es sich dabei um ein einstöckiges Gebäude überschaubarer Größe handelt. Aber von einer schäbigen Bude kann dabei beileibe nicht die Rede sein.

In einem Tag zum kleinen Eigenheim

„Vulcan“ nennt sich der Spezialroboter, der mühelos imstande ist, sämtliche benötigten Teile aus Vorlagen in stoffliche Realität zu verwandeln: Mauern, Dachbauteile und Böden werden vollständig von der Maschine konstruiert. Menschliche Arbeitskräfte müssen dann nur noch für Strom- und Wasserversorgung, Heizung und Abwassertransport sorgen. Zwölf Stunden dauert der „rohbautische“ Druckprozess, darauf folgt die menschliche Arbeit. Nach einem Tag steht das Haus.

Icon enthüllte sein Vorhaben beim SXSW-Festival in Austin, Texas und hat sich bereits mit einer Nichtregierungsorganisation namens „New Story“ zusammen getan. Das Pilotprojekt: bis zum Ende 2019 100 dieser Häuser für sozial Benachteiligte in El Salvador zu errichten. Umgerechnet 60,3 Quadratmeter Fläche bietet so ein 3-D-gedrucktes Häuschen, bestehend aus einem Schlafzimmer, einem Mini-Büro und einem Wohnzimmer.

Icon Boss: Ich benutze eines als mein Büro

Momentan kostet so ein Gebäude noch umgerechnet 8750 Euro,  dieser Preis könnte aber Icon-Informationen zufolge mit der Zeit noch sinken – bis zu einem Minimum von umgerechnet 3501 Euro. Löblich: Icon-Gründer Jason Ballard möchte seine Häuser selbst erproben, bevor er von anderen erwartet, darin zu wohnen: Daher wird er eines täglich als Büro verwenden.

Er ist von der Idee seines Unternehmens überzeugt – wenn man sich die Häuschen anschaut, bekommt man hier tatsächlich den Eindruck, dass es nicht nur darum geht, ein hässliches Billigprodukt, zu fertigen, sondern Wohnungslosen ein echtes Heim zu bieten. Gegenüber „The Verge“ offenbarte Ballard, dass sich Icon gerade mit Detailfragen beschäftige: „Wir installieren Geräte für die Überwachung der Luftqualität. Wie sieht das Haus aus? Wie riecht es?“

Quelle: ladbible.com