Nachdem Google seine aktuelle Tablet-Generation in Form der Nexus 7 Serie im Vergleich zu den Vorgängern technisch wie optisch einen gehörigen Schub aufgewertet hat, sieht sich Apple jetzt in wirtschaftlichem Zugzwang zur Konkurrenz.

Aktuell kursieren bei Brancheninsidern Gerüchte darüber, dass der amerikanisch Konzern daran arbeitet, sogenannte Retina-Displays in das iPad Mini einzubauen. Das sind ultrahochauflösende Displays bei Mobilfunkgeräten, bei denen das menschliche Auge keine einzelnen Pixel zu erkennen vermag, was für eine sehr gute Bildqualität sorgt. Das Erstaunliche liegt dabei aber nicht in der Technologie an sich, denn die existiert schon seit längerem.

Tatsächlich hatte man schon bei der ersten Generation des iPad Mini darüber nachgedacht, das Modell damit auszurüsten, den Gedanken allerdings auch wieder verworfen, da diese Displays im Vergleich zu herkömmlichen Vertretern relativ dick sind und das Tablet deswegen etwas unhandlich geworden wäre. Wie genau man das jetzt zu umgehen gedenkt, ist dabei noch unklar. Die Displays sollen jedenfalls angeblich von Samsung, Apples Erzrivalen auf dem Handymarkt kommen.

Das alles ist ja auch schön und gut, aber wenn sich technisch außer ein bisschen mehr Eye Candy sonst nichts Großartiges tut, dürfte der Apfel wohl weiter ins Hintertreffen geraten. Momentan ist alles andere allerdings reine Spekulation. Sicher ist hingegen, dass Firmenchef Tim Cook sich vorgestern in Peking mit Xi Guohua, dem CEO von China Mobil, für Lizenzverhandlungen zusammengesetzt hat.

Bisher hat China Mobil als weltweit größter Mobilfunkanbieter nämlich auf die Berücksichtigung von Apple-Produkten und -services verzichtet und stattdessen einen einheimischen Mobilfunkstandard verwendet, der der internationalen Konkurrenz unterlegen ist. Allerdings ist auch Apples Umsatz in der Volksrepublik im letzten Geschäftsquartal um ganze 43 Prozent gefallen, weswegen eine Zusammenarbeit für beide Medienimperien wohl äußerst profitabel wäre.

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Quelle: Welt