Stellt euch vor, jemand präsentiert auf der IFA in Berlin eine neue Fernsehtechnologie und keine Sau interessiert es. Glaubt ihr nicht? Könnte aber durchaus passieren. Hersteller wie Samsung, LG, Sharp oder Toshiba präsentieren auf der IFA die ersten UHD-Fernsehgeräte. Das Besondere ist neben der großen Bildschirmdiagonale von über 55 Zoll auch die Auflösung. UHD bietet nämlich satte 3840 mal 2160 Bildpunkte und damit viermal so viel wie Full-HD. 4K-Auflösung ist dies jedoch noch nicht.

Das Problem bei den Fernsehern ist nicht nur der hohe Anschaffungspreis von bis zu mehreren Tausend Euro, sondern auch die Tatsache, dass durch die höhere Auflösung erst einmal neue Schnittstellen eingeführt werden müssen. So bietet HDMI lediglich einen Bildfrequenzwechsel von bis zu 30 Hertz. Für UHD-Fernsehen – wie es gedacht ist – sind jedoch 60 Hertz vonnöten. Außerdem gibt es noch so gut wie gar keinen Content, der die neue Auflösung unterstützt.

Neben den Luxus-Modellen sollen auch „Billig“-UHD-Geräte erscheinen, die zwischen 1000 und 2000 Euro kosten sollen. Bis sich der Standard jedoch etabliert, werden wohl noch einige Jahre vergehen. Ganz ähnlich wie seinerzeit beim HD-Fernsehen.