Virtual Reality klingt in der Theorie leider besser, als es sich für viele Anwender in der Praxis anfühlt. Immer wieder berichten Menschen von Unwohlsein in Form von Übelkeit bis hin zu Brechreiz, Kopfschmerzen und Schwindelgefühlen während ihrer Ausflüge in die virtuelle Realität. Das liegt unter anderem daran, dass den Augen eine Bewegung vorgegaukelt wird, die natürlich in der Form nicht auf den ruhenden Körper übertragen werden kann. Das ist jedoch ein Widerspruch für unser Gehirn, den es unter Umständen nicht verarbeiten kann, weshalb es in der Folge zu den oben genannten Symptomen kommt. Im Prinzip wie bei einer Seekrankheit, nur eben umgekehrt!

Denn auch auf hoher See kommt es zu widersprüchlichen Sinneseindrücken. Während etwa die Planken eines Segelboots oder auch die Wände im Inneren eines größeren Schiffes, gerade erscheinen, und man normalerweise stabil steht oder sitzt, registriert unser Gleichgewichtsorgan, dass der Körper andauernd in Bewegung ist und kippt. Mittel gegen Seekrankheit gibt es jedoch viele, während bei VR bisher nur das Abnehmen der Brille Abhilfe verspricht! Oder aber das im folgenden Video vorgestellte Gerät namens ICAROS. Denn dieses bezieht den Körper in die Bewegung mit ein!

Training kann auch Spaß machen

Zugegeben man braucht ein bisschen Platz in der Bude, aber cooler als ein klassischer Heimtrainer ist das Ding in Verbindung mit einem VR-System allemal. Zumal ICAROS in erster Linie ohnehin als Fitnessgerät konzipiert wurde, welches den Nutzer für das Workout durch virtuelle Welten fliegen lässt. Denn gelenkt wird durch die Verlagerung des Gewichtes. Kippt das Gestell, macht ihr auch im Spiel die entsprechende Bewegung. Und so spaßig das Ganze auch aussieht, ist das Halten des Gleichgewichts sicherlich sehr viel anstrengender, als die Schauspieler im Video uns glauben machen wollen.

Doch ihr denkt gerade sicherlich das Gleiche wie wir, oder? Das Teil muss zum Zocken der Hammer sein. Und tatsächlich halten die Macher Szenarien im Weltraum oder Unterwasser durchaus für möglich, die klassischen Games sehr ähnlich sein sollen. Selbst Knöpfe zum Ballern haben die Münchener in Aussicht gestellt. Wer sich näher über ICAROS informieren will, findet hier den Link zur Homepage.

Quelle: Fotos: icaros.net