Kino ist toll! Die riesige Leinwand, der bombastische Sound und das frische Popcorn sind durch nichts zu ersetzen. Doch sind wir ehrlich: Manchmal ist es auch ganz nett, in der Jogging-Hose auf der Couch zu lümmeln und mit einem kalten Bier den neuesten Action-Kracher zu genießen. Auf das Kino-Flair muss man dabei gar nicht verzichten, zumindest mit der richtigen Ausrüstung im Wohnzimmer. Wir zeigen euch, wie Kino auch zu Hause geht. In unseren drei unterschiedlichen Preisklassen findet auch ihr die passende Technik für einen gelungenen Kino-Abend zu Hause.

Im Jahr 2013 besitzt wohl so gut wie niemand mehr einen klobigen Röhrenfernseher. Egal ob LCD, Plasma oder LED, mit einem Flachbildfernseher ist die Grundvoraussetzung für dem Kinogenuss im heimischen Wohnzimmer bereits erfüllt. Unter einer Bildschirmdiagonale von 81cm gehen die Geräte kaum noch über den Ladentisch. Doch auch Fernseher mit einer Diagonale von über 100cm sind mittlerweile bezahlbar geworden. Leider ist bei den modernen TV-Geräten der Sound nur selten so brillant wie das Bild. Die Akustik der Flachbildfernseher übertrifft oft kaum den Klang der Billig-Boxen der Marke Joghurtbecher. Ein paar vernünftige Boxen müssen also her.

Sparklasse:

Im örtlichen Elektronik-Markt lassen sich etliche Systeme finden, die zwei Boxen, Subwoofer und den passenden Blu-ray-Player zum Schnäppchenpreis versprechen. Wer jedoch vorschnell zum erstbesten Billig-Angebot greift, wird schnell enttäuscht. Cineasten müssen schon ein paar Euro auf die Theke legen, um in den Genuss von Bombast-Sound zu kommen. Ein gutes Verhältnis aus Preis und Leistung bietet da zum Beispiel Teufel Impaq 300. Dabei handelt es sich um ein 2.1 Soundsystem mit Blu-ray-Player. Da sich die bessere Hälfte oftmals aus optischen Gründen gegen eine umfassende Verkabelung des Wohnzimmers ausspricht, stellt das Impaq 300 einen guten Kompromiss dar: Die beiden Boxen lassen sich unauffällig neben dem Fernsehen platzieren, während der Subwoofer im TV-Schrank verschwindet. Die Installation ist über den HDMI-Anschluss ebenso kein Problem. Ruckzuck ist alles eingerichtet. Mittlerweile ist das gut zwei Jahre alte System bereits für rund 400€ zu haben. Ein echtes Schnäppchen mit Spitzenklang!

Komfortklasse:

Nicht weniger bequem ist die Sonos Soundbar. Die schlanke Klangleiste lässt sich einfach vor dem TV-Gerät platzieren und dürfte selbst dem geschulten weiblichen Augen nicht weiter negativ auffallen. Für 700€ bietet die Soundbar von Sonos einen glasklaren Sound, der dank der 6 Mittel- und 3 Tieftöner auch ausreichend kräftig herüberkommt. Das Technikspielzeug lässt sich außerdem auch noch bequem über ein iPhone oder Android-Smartphone bedienen. Damit liegt die Macht der Fernbedienung wieder in Männerhand, zumindest beim Ton. Ein echtes Plus der Sonos Soundbar ist die Erweiterbarkeit. Sollte sich die Herzensdame doch irgendwann davon überzeugen lassen, dass "mehr" einfach besser ist, könnt ihr den passenden Subwoofer (ebenfalls rund 700€) sowie weitere Satelliten dazukaufen. Die Zusatzgeräte lassen sich dann auch im ganzen Haus aufstellen und über das Heimnetzwerk mit den bereits vorhandenen Boxen verbinden, ganz ohne Kabel. Toll!

Luxusklasse:

Wenn es euch nicht aufs Geld ankommt und ihr wirklich keine Kompromisse eingehen wollt, dann sei euch das Bose Lifestyle V35 Home Entertainment System ans Herz gelegt. Üppige 3.700€ werden für das Gesamtpaket fällig. Dafür könnt ihr aber auch bis zu sechs Audio- oder Videoquellen gleichzeitig an diesen feuchten Männer-Traum anschließen. Der Klang ist atemberaubend. Dafür sorgt das Adaptiq-System, das den Raum analysiert und seinen Einstellungen entsprechend anpasst. Im Set enthalten sind vier Boxen sowie ein horizontaler Center-Channel-Speaker und das Acoustimass Modul, der Bose Subwoofer. Eine Universalfernbedienung ist ebenso mit dabei wie eine Kontroll-Konsole, mit der ihr so ziemlich jede Kleinigkeit einstellen könnt. Mit dem Bose Luxuspaket, einem großen Fernseher und einer Popcorn-Maschine zu Hause wird euch der Kinobesitzer wohl so schnell nicht wieder sehen.

Einem gepflegten Kino-Abend sollte also nichts mehr im Wege stehen. Brachialer Sound lässt sich mit einem kleinen Geldbeutel ebenso bewerkstelligen, wie mit einer Herzensdame, die mehr Wert auf Raumoptik als Raumklang legt.