Sie verraten anderen, wo wir waren und was wir uns gerne ansehen: Cookies. Diese kleinen Helferlein werden von Unternehmen eingesetzt, um zielgerichtete Werbung zu schalten. Schon ewig sind Cookies ein Dorn im Auge aller Datenschützer. Nun will Google die Cookies durch ein neues System ersetzen. Ein besseres, wie die Firma selbst behauptet. Eines, das gut für die „Nutzersicherheit“ und „Wirtschaftlichkeit des Internets“ ist.

Die Frage, die jedoch bleibt, ist, ob Google zukünftig seine Nutzer noch mehr durchchecken wird, als es der Online-Gigant ohnehin schon tut. Lauscht man dem Chor der kritischen Stimmen, scheint es wohl so zu sein – Google entwickelt den Ganzkörperscan für Internetnutzer namens anonymes Identifizierungsprogramm. Der Name alleine – ein Widerspruch in sich.

„Es identifiziert ständig, funktioniert wie ein Super-Cookie“, philosophiert Jeff Chester, Chef vom 'Center for Digital Democracy'. „Google wird mehr Informationen über die Nutzer herausbekommen, wo immer sie sind, über Plattformen hinweg – und das mit einer Nummer. Damit können wir rund um die Uhr identifiziert werden.“

Google bestimme dann – gemäß dem Fall, die Nutzer unterwerfen sich den Lizenzbedingungen – was mit den Daten derjenigen passiert, die beim Surfen durch das Netz gesammelt werden. Bei der Größe und Reichweite des Konzerns könnte dies gefährliche Folgen haben. Etwa dann, wenn sich Google irgendwann tatsächlich als „der große Böse“ herausstellt. In heutigen Zeiten mehr als nur denkbar.