Alle drei Monate erschallt ein zorniger Schrei in ehrlichen deutschen Haushalten. Nämlich immer dann, wenn sich auf dem Kontoauszug ein mehr oder weniger anonymer Zahlenschubser dreist dafür bedankt, dass wir mal wieder 53,94 Euro verbrannt haben. 17,98 € im Monat, 215,76 € im Jahr, die größte Frechheit des deutschen Rechtsystems: die GEZ-Gebühr!

Vielleicht fällt es uns aber ja leichter, unser Geld an fremde Menschen zu verschenken, wenn wir wissen, wofür es genutzt wird. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf hat sich die ARD mal drangesetzt und aufgeschlüsselt, wie sich ihre Erpressungssumme ... Pardon, die Gebühr zusammensetzt.

15 Cent investiert jeder Haushalt demnach in die Produktion der Krimireihen 'Tatort' und 'Polizeiruf 110'. 50 Prozent der Kosten gehen dabei für die Gehälter der Darsteller und Mitarbeiter drauf. Da fragt man sich, ob die auch an die GEZ abdrücken. Man weiß es nicht.

Für Sportereignisse wie die Olympischen Spiele oder Fußballweltmeisterschaften müssen wir jedenfalls umgerechnet 72 Cent berappen. Die Lizenzen seien halt sehr teuer, der Preis für den Beitragzahler jedoch „überschaubar“, so die ARD.

Die umfangreiche Auslandsberichtserstattung schlug im Jahr 2012 mit 67 Millionen Euro zu Buche, macht für jeden umgerechnet 16 Cent monatlich. Weiter geht es mit den allseits beliebten Hörfunksendern der ARD – wer kennt und hört sie nicht? –, die ordentliche 2,31 Euro vom Kuchen abbekommen. Die dritten Programme, aus der Fernsehlandschaft kaum wegzudenken, erhalten 3,15 Euro, eine hauseigene Produktionsgesellschaft Namens 'Degeto' sackt 63 Cent ein, die Verwaltung 48 und die Musik der Orchester und Chöre wird mit 41 Cent finanziert.

Na dann rechnen wir mal ... eins im Sinn ... das macht 8,01 Euro. Was für ein Glück, da bleiben ja immer noch 9,97 Euro übrig, um Geld in lustige Grafiken zu investieren, die den GEZ-Zahler milde stimmen. Wir wissen nicht, wie es euch geht, aber wir sind beruhigt!

Quelle: Focus