Dafür, dass sich hinter so einer Rettungsgasse ein recht simples Prinzip verbirgt – Fahrer auf dem linken Fahrstreifen weichen nach links aus, alle anderen nach rechts – tun sich erstaunlich viele Verkehrsteilnehmer immer wieder äußerst schwer damit. Zwei Abiturienten aus Rheine möchten das ändern, und haben es mit ihrer Idee sogar ins Finale von „Jugend forscht“ geschafft.

Christian Sadowski und Jan-Hendrik Pielke ist nicht entgangen, dass sich die Meldungen von Problemen beim Bilden von Rettungsgassen in letzter Zeit gehäuft haben. Da kam ihnen der zündende Gedanke, einen mobilen Sender zu entwickeln, der es Rettungskräften ermöglicht,  aus dem Einsatzwagen heraus Ansagen an die Autoradios der näheren Umgebung zu senden, um so die Verkehrsteilnehmer direkt aufzufordern, eine Rettungsgasse zu bilden oder vor ungesicherten Unfallstellen zu warnen.

Mit ihrem sogenannten "Emergency Radio Assist"-System, welches in einer Blaulichtanlage verbaut werden soll, könnten die beiden 19-jährigen eines Tages Leben retten und haben sich von daher auch verdient für die Endrunde des Nachwuchswettbewerbes „Jugend forscht“ qualifiziert, an dem immerhin ganze 12.000 Schüler aus ganz Deutschland teilgenommen haben. Selbst die Feuerwehr hat schon Interesse an der Erfindung bekundet.

"Ich halte es für durchaus praktikabel, dass wir uns damit das Leben leichter machen. Das Thema Rettungsgasse ist in aller Munde und auch die mangelnde Bereitschaft der Autofahrer, solche Gassen zu bilden und mitzudenken, wird immer geringer", beklagt Johannes Hellermann von der Feuerwehr Rheine und hofft, diesem Trend mit dem "Emergency Radio Assist" entgegenwirken zu können.

Bis es aber so weit ist, wartet nicht nur ein ganzer Schwung Arbeit auf die beiden Jungerfinder, auch diverse rechtliche Hürden wollen übersprungen werden. Aber an der nötigen Motivation mangelt es Christian und Jan-Hendrik beileibe nicht: "Wir wollen, dass der "Emergency Radio Assist" irgendwann auf die Straße geht und da muss man halt wirklich alles geben und da werden wir uns auch dran setzen."

Quelle: www1.wdr.de