Technik des Zweiten Weltkriegs: Der Flakscheinwerfer Sw 36 – Wir jüngeren Generationen, die die Schrecken der Großen Luftoffensiven nie mitmachen mussten, wie noch einige unserer Großeltern, kennen die Bilder nur aus Archivaufnahmen: Sirenengeheul, über Städten wie Berlin oder Dresden brummt die Luft. Kurz darauf aktivieren sich Finger aus Licht, welche die Wolkendecken betasten, den Feind suchen: Dann beginnt das Hämmern der Geschütze. Flak. Dieses Video liefert tiefe Einblicke in einen Flak-Suchscheinwerfer.

Bezeichnender: Den kleineren deutschen Flakscheinwerfer Flak-Sw 36 mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern, in diesem Fall montiert wohl auf einem Sd. Anhänger 51, wie der Verfasser mutmaßt. Präsentiert wird uns der Einblick in diese Technologie des Zweiten Weltkriegs vom englischen „Lincolnshire Aviation Heritage Centre“ – einem Zentrum, das sich der Geschichte des Luftkrieges auf vornehmlich englischer Seite verschrieben hat.

Auf Herz und Nieren

Schon mehr als 20 Jahre erinnert man im familiengeführten Museum daher an die 55.000 Männer des „Bomber Arsenal“, die im Luftkrieg ihr Leben ließen. Dazu werden bei Flugshows teils seltene Bomber und andere Gerätschaften vorgeführt, aber auch Funde von deutscher Seite wie besagter Flak-Sw 36 befinden sich im Besitz der Sammlung. Das Video des Zentrums führt sämtliche Aspekte des Scheinwerfers vor.

Er wird nicht nur von außen auf seiner Lafette in Funktion und Erscheinung erläutert, sondern unter anderem auch geöffnet, sodass wir Einblicke in etwa den Spiegel dieser Konstruktion bekommen. Bis ins kleinste Detail erklärt man uns wie Anode und Katode des Systems im Zusammenspiel mit einem mächtigen Generator und dem Spiegel einen enorm starken Lichtstrahl erzeugten. Doch damit begnügen sich die Experten nicht:

Denn gegen Ende des Videos wird das System in Betrieb genommen – um uns am Tag und in der Nacht seine Leuchtkraft aufzuzeigen.

Quelle: lincsaviation.co.uk