Es mag ja sein, dass Deutschland in Sachen Internet in vielerlei Hinsicht dem Ausland hinterherhinkt. Dafür haben Smart-TVs im europäischen Vergleich hierzulande die größte Verbreitung. Mit 53 Prozent steht bereits in der Mehrheit der deutschen Haushalte ein internetfähiges TV-Gerät. Was aber natürlich nicht heißt, dass in jedem Fall auch von den damit einhergehenden Features auch Gebrauch gemacht wird.

Laut einer Studie im Auftrag des Branchenverbands gfu sind aber immerhin bereits 74 Prozent aller Geräte an das Netz angeschlossen. Demgegenüber steht die verhältnismäßig geringe Menge von 31 Prozent Nutzern, die regelmäßig auf entsprechende Inhalte zugreifen. Doch die Zahl steigt rapide! Im Vorjahr waren es immerhin bloß 22 Prozent. Mit 58 Prozent werden die Mediatheken der TV-Sender am meisten genutzt, gefolgt von Video-Clips etwa von YouTube (56 Prozent) und Video-on-Demand-Angeboten (48 Prozent).

Stetig sinkende Preise werden die Verbreitung moderner TV-Geräte in Zukunft noch weiter vorantreiben. 47 Prozent der Kunden, die bereit sind, in ein neues Gerät zu investieren, legen dabei in erster Linie Wert auf größere Bildschirme, für 36 Prozent ist eine höhere Auflösung entscheidend. Weitere 29 Prozent legten die Internetverbindung als Kaufanreiz zugrunde.

Wie es im Falle von sportlichen Großereignissen üblich ist, hat auch die Fußball-EM das Geschäft jüngst wieder belebt. Wie die gfu zuletzt mitteilte, schnellten sowohl Umsatz als auch Absatz in den vergangenen Wochen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum teils bis zu 81 beziehungsweise 65 Prozent in die Höhe.