Faszinierendes Video: Das war der Jungfern-Flug der Concorde – Dieses Video ist ein faszinierendes Zeitzeugnis über einen der interessantesten Momente der kommerziellen Luftfahrt: der Jungfernflug der Concorde, auch „Donnervogel“ oder „Königin der Lüfte“ genannt. Die Überschall-Passagiermaschine ging Ende 2003 außer Dienst. Zum ersten Mal trat sie am 2. März 1969 im französischen Toulouse in Erscheinung – für einen halbstündigen Jungfernflug. Um den mitzuerleben braucht ihr nicht einmal eine halbe Stunde – dazu genügen fünf Minuten mit diesem faszinierenden Clip.

Gerade mal einen Monat später, am 9. April 1969, startete der Concorde-Prototyp zu seinem ersten „richtigen“ Flug. Eine Höchstgeschwindigkeit von 2405 km/h konnte der „Kugelschreiber“, wie manche die Maschine abwertend sagten, erreichen. Für viele stellte die Concorde zu ihrer Zeit die Verwirklichung eines technologischen Utopias dar. Andere sahen in der Maschine nichts als eine Gefahr für die Umwelt und ihre Passagiere.

17 Liter Kraftstoff schluckte die Überschallmaschine pro Passagier und je 100 Kilometer Entfernung auf der Strecke Paris-New York

Zum Vergleich: Ein gewaltiger Airbus A380 benötigt lediglich drei Liter pro Passagier für die gleiche Distanz. Den meisten Airlines war dieser Preis der Concorde daher auch zu hoch, sie verzichteten. Zugleich stellte der Durst der Maschine ihrer Reichweite auf eine harte Probe – 6250 Kilometer erlaubten keine Langstreckenflüge ohne mehrere Zwischenstopps.

So blieb der „Donnervogel“ auf einige Strecken wie Paris/London – New York oder Washington beschränkt. Weltstars flogen gern mit der Maschine, Staatschefs und der Papst. Dreieinhalb Stunden dauerte der Flug von Paris nach New York und begeisterte Passagiere, die morgens zwischen zehn und elf in Europa einstiegen und bereits um 9.00 Uhr morgens im Big Apple im Hotel frühstücken konnten.

Selten erreichten Concorde-Flüge sogar eine Zeit von unter drei Stunden bei starkem Rückenwind und besten Bedingungen

Am 25. Juli 2000 fühlten sich die Kritiker der Sicherheit des Überschall-Passagierfluges auf fürchterliche Weise bestätigt: Bei Gonesse, nicht weit entfernt vom Pariser Flughafen Roissy Charles de Gaulle, stürzte eine Concorde ab. 113 Menschen kamen zu Tode, die meisten davon stammten aus Deutschland. So endete am 24. Oktober 2003 die Ära Concorde, heute stehen einige Exemplare in ausgesuchten Luftfahrtmuseen.

Quelle: n-tv.de