1,6 Milliarden Nutzer sind Facebook-Chef Mark Zuckerberg nicht genug. Mit neuen Funktionen will man seine Stammkundschaft noch länger auf der Plattform halten und frische Zielgruppen erschließen. Der Chef ließ es sich von daher nicht nehmen, die geplanten Innovationen auf der Entwicklerkonferenz F8 in San Fransisco persönlich vorzustellen.

    
Zunächst sollen Unternehmen die Möglichkeit bekommen, über den Kurzmittelungsdienst Messenger in einen Dialog mit ihren Kunden zu treten. Dazu demonstrierte Zuckerberg, wie man innerhalb des Messengers zum Beispiel Blumen bestellen oder auch die Nachrichten von CNN abrufen kann. Zu diesem Zweck startet Facebook eine Plattform, über welche sich die Unternehmen sogenannter Chatbots bedienen können, also Software, die sich mit Menschen unterhalten kann.

Des Weiteren präsentierte man das Konzept einer 360-Grad-Kamera, die mit 17 Objektiven zwei Stunden Video in hoher Qualität aufzunehmen in der Lage sein soll. Dabei möchte der Konzern nicht als Hersteller fungieren, sondern die Hardware-Pläne für das rund 30.000 Dollar teure Gerät und die nötige Software kostenlos veröffentlichen. Damit hofft man, dass bald auch private 360-Grad-Videos gedreht, auf Facebook geteilt und via Oculus Rift in Virtual Reality konsumiert werden.

App-Entwickler bekommen in Zukunft die Möglichkeit, in ihre Anwendungen eine Anmeldung über Facebook ohne Eingabe eines Passworts einzubauen. Das bedeutet, dass lediglich die Angabe einer E-Mail-Adresse oder Telefonnummer nötig ist, an die ein Code geschickt werden kann. Außerdem erhält Facebook eine Speicherfunktion, um sich Inhalte auch später noch einmal ansehen zu können.