Solltet ihr gerade Pause haben und euch langweilen oder euch auch ansonsten der Sinn nach einem kleinen, aber feinen und vor allem irgendwie faszinierenden Feuerwerk stehen, lasst euch dieses Video nicht entgehen: Hier sehen wir einen Brand mit Kugelblitzen auf den Oberleitungen eines von einem Auto gerammten Strommasten. Ein ebenso gefährliches wie faszinierendes Phänomen, bei dem glücklicherweise niemand zu Schaden kam.

Mit dem Aberglauben ist das so eine Sache: Früher glaubten Seefahrer, dass der Klabautermann oder Schiffskobolde auf ihren Seglern umgingen. Ihre Beweise fanden sie nicht nur in verlorenen Alltagsgegenständen, sondern beispielsweise bei bevorstehendem Unwetter. Manchmal kommt es etwa zu statischen Aufladungen durch Reibung zwischen Segeln, Seilen und Masten, die – eine entsprechende Atmosphäre vorausgesetzt – sogenannte „Elmsfeuer“ auslösen: bläuliche Elektrobrände, die sich knisternd die Takelage entlangfressen. Beeindruckend aber meist harmlos.

Das viel gefährlichere wie seltenere Phänomen eines elektrischen Brandes in Form von Kugelblitzen oder dergleichen erleben wir hier in diesem Video: Der Fahrer eines Minivans in Ontario (Kanada) musste erleben, wie eine solch wundersame Verwandlung mit einem Elektromast geschah, den er gerammt hatte. Der schiefstehende Mast fing nach der Kollision an, Feuerbälle die Kabel entlang zu speien – wie ein Drache oder Videospiel-Schurke aus einem Prügelspiel. Hilflos müssen die Polizisten im Video zusehen, wie der zum Pyromanen mutierte Strommast seiner neuen Berufung nachkommt, ohne etwas dagegen tun zu können. Außer, auf die Jungs vom E-Werk zu warten.