Stratofortress. Das ist mal ein Wort mit Eiern. So könnte man das Bollwerk eines Endgegners in einem Videospiel nennen, eine He-Man-Figur oder eben einen achtstrahligen Langstreckenbomber der US-Luftwaffe. Und tatsächlich beschreibt die markante Bezeichnung „Stratosphärenfestung“ die Boeing B-52 ziemlich gut, denn das Monstrum verdunkelt die Sonne.

Oft sieht man eine solche Maschine nicht am Himmel – und das ist wohl auch ganz gut so – weshalb die folgenden Bilder, die den Start gleich drei dieser ehrfurchtgebietenden Giganten  dokumentieren, umso interessanter sind.

Man muss kein Hinterwäldler sein, für den Avionik etwas ist, das man sich zum Frühstück aufs Brot schmiert, um es immer wieder erstaunlich zu finden, dass sich derartige Titanen einfach so in die Lüfte schwingen können. Immerhin bringt es die im Pilotenjargon BUFF (Big Ugly Fat Fellow/Fucker) getaufte B-52, mit ihrer Länge von 47,72 Metern und der Flügelspannweite von satten 56,39 Metern, auf eine maximale Startmasse von stattlichen 221.150 Kilogramm. Das Ding könnte einen ausgewachsenen Blauwal in den Urlaub fliegen!

Interessanterweise handelt es sich bei der B-52 um das älteste noch betriebene Modell in der Geschichte der Luftfahrt. Schon in den 1950er Jahren dienten die Bomber als Grundpfeiler der US-amerikanischen Strategie nuklearer Abschreckung gegen die Sowjetunion und repräsentieren damit bis heute mit Nachdruck die Ideologien des Kalten Krieges.

Seither wurde der Bomber immer weiter entwickelt, was in erster Linie dem Mangel an Alternativen geschuldet war. Das aktuelle Modell – die B-52H – ist die einzige Version, die heute noch im Einsatz ist und soll erst im Jahr 2044 außer Dienst gestellt werden. Damit hätte alleine diese Ausführung eine geplante Einsatzzeit von ganzen 83 Jahren!

Nun hatten wir für diesen Artikel ursprünglich geplant, die Bewaffnung der B-52H aufzulisten. Da dies aber mehrere Seiten füllen würde, verweisen wir Interessierte auf diese sehr informative Seite, die auch wir unter Anderem zur Recherche herangezogen haben.

Quelle: bredow-web.de