Deutscher Terminator mit MG: Rheinmetall stellt Kampf-Roboter vor – Das deutsche Unternehmen Rheinmetall plant die Ausrüstung der Armee der Zukunft. Ein Teil dieses Unterfangens ist der Kampfroboter des Typs „System Mission Master – Armed Reconnaissance“. Die eigentliche Lafette „Mission Master“ ist dabei ein kleiner, semi-autonomer Panzer zu Aufklärungszwecken und zur Feuerunterstützung.

Das kleine Panzerfahrzeug ist auf acht Rädern unterwegs und verfügt über einen Hardpoint mit sogenannter leichter Bewaffnung in Form eines Maschinengewehrs. Seine Informationen erhält Mission Master von einem ausfahrbaren Sensorarm, dieser Mast kann bis auf 3,50 Meter verlängert werden. Daran befinden sich Sensoren, die sowohl elektrooptisch (EO) als auch mit Infrarot (IR) arbeiten und über hohe Reichweite verfügen sollen.

Ein Entfernungsmesser per Laser sowie ein ebenfalls laserbasiertes Zielsystem runden die Anlage für Aufklärungszwecke ab. Rheinmetall dazu: „Die Mission Master – Armed Reconnaissance wurde entwickelt, um Scouting-Missionen mit hohem Risiko durchzuführen und ein gemeinsames Betriebsbild in Echtzeit zu liefern, ohne die Soldaten in Gefahr zu bringen.“

Dabei arbeitet das System autarker als etwa echtzeit-gesteuerter Drohnen – vor einer Mission füttert ein Soldat den Mission Master mit Befehlen, ähnlich den Einheiten in einem PC-Echtzeitstrategiespiel. Die KI kann sich untereinander vernetzen, sodass ein einziger Soldat ein ganzes „Wolfsrudel“ von Rheinmetall-Plattformen befehligen und entsenden kann. Dabei stehen die Maschinen in konstanter Verbindung miteinander.

Die Plattform von Mission Master arbeitet mit einem elektrischen Antrieb, der entweder über Akkus oder eine optionale Brennstoffzelle versorgt wird. Das soll für acht bis zwölf Stunden Missionszeit genügen. In den Reifen sitzen Motoren, auf die optional eine Kette aufgezogen werden kann. Das Grundmodul wiegt 750 Kilogramm und soll bis zu 600 Kilo Last bewegen können. Der Mission Master kann seinerseits unter oder in Hubschraubern entsprechender Größe transportiert und per Fallschirm abgeworfen werden.

Das optionale Maschinengewehr entspricht dem Typ „Fieldranger Light“ und entstammt ebenfalls dem Hause Rheinmetall. Die Waffe hat Kaliber 7,62 Millimeter und verfügt über eine hohe Kadenz – dabei kann sie selbst ständig Ziele erfassen, feuert jedoch nur, wenn ein Soldat den Schießbefehl erteilt.

Quelle: stern.de