Datenschutz ist ein wichtiges Thema. Für den Einen mehr, für den Anderen weniger. Und dann gibt es da noch die App-Entwickler und Webseiten-Betreiber, denen das Ganze scheißegal ist. Zu diesem Ergebnis kamen zumindest Wissenschaftler aus Hamburg und Siegen.

Dominik Herrmann und Jens Lindemann meldeten sich für ihre Studie zunächst bei 120 beliebten Websites und Handy-Apps an. Angry Birds, Facebook, YouPorn … alles dabei, was Rang und Namen hat. Im nächsten Schritt verlangten sie überall nach § 34  des Bundesdatenschutzgesetzes Auskunft über die gespeicherten Daten.

Bitter: Gerade mal ein Viertel der Firmen reagierte darauf mit „befriedigenden Auskünften“. Das nächste Viertel ließ sich erst nach einem zweiten Anschreiben mit Verweis auf die Rechtslage zu Auskünften herab und der Rest – also die Hälfte! – ignorierte die Anfragen komplett.

Ein weiterer Test fand unter einer falschen E-Mail-Adresse statt. Abermals antwortete ein Viertel der Firmen. Dumm nur, dass dabei Auskünfte erteilt wurden, die somit auch einem Trickbetrüger in die Hände hätten fallen können. Der Aufforderung, Nutzerdaten zu löschen, kam indes nur die Hälfte der Unternehmen nach.