Wer sich als Kind nicht zumindest einmal daran versucht hat, im Winter aus Schnee ein Iglu zu bauen, ist entweder in einem sehr heißen Land aufgewachsen oder hatte wohl keinen von diesen blöd aussehenden, aber ungemein praktischen Schneeanzügen. Wir sagen dabei bewusst „versucht“, denn geklappt hat es am Ende doch eigentlich nie. Trotz aller anfänglichen Euphorie blieben die meisten Schneehäuser unvollendet, da die überraschende Komplexität dieses Bauvorhabens und das damit verbundene Zeitinvestment die kindliche Aufmerksamkeitsspanne dann doch etwas arg strapazierten.

Mittlerweile sind wir aber groß, was bedeutet, dass wir nicht nur länger draußen bleiben dürfen und generell geduldiger geworden sind, sondern auch noch über den nötigen handwerklichen Sachverstand verfügen. Und über YouTube, das uns erklärt, wie man so eine Schneehütte überhaupt baut. Wer also das Versäumnis seiner Kindheit nachholen möchte – im Idealfall mit seinem eigenen Nachwuchs an der Seite – bitte sehr: eine Bauanleitung für ein Iglu.

Und damit ihr eure Kinder während des Baus ganzheitlich fördern könnt, hier noch ein paar kurze Infos obendrauf:

Das Wort Iglu bedeutete ursprünglich ganz allgemein „Wohnung“ oder „Haus“ und umfasste alle Behausungen der Eskimos. Damit also auch jene, die nicht aus Schnee, sondern aus Torf, Stein, Erde oder Holz errichtet oder schlicht Zelte waren. Zwar gab es in der Zentralarktis durchaus Wintersiedlungen, bei denen Iglus mit bis zu sieben Metern Durchmesser dauerhaft als Wohnungen benutzt wurden, meist dienten die schnell errichteten Unterkünfte jedoch als temporärer Unterschlupf bei Jagdausflügen und Wanderungen.