Selbst ist der Mann, heißt es. Und: Respekt, wer’s selber macht. Nun ist es nicht so, als sei ich mit besonders viel handwerklichem Talent gesegnet, geschweige denn habe ich in diese Richtung etwas gelernt, aber wenn sich meine Frau eine Feuerstelle wünscht, dann baue ich ihr halt eine. Nennt mich altmodisch, aber das ist halt so ein Männerding und es fühlt sich richtig an.

Da ich so etwas zuvor noch nie gemacht habe, suchte ich mir Inspiration und Infos im Netz zusammen, zog Freunde und Bekannte zur Rate und legte mit einem „Wird schon“ auf den Lippen ganz einfach los. Die nun folgende Anleitung erhebt von daher nicht den Anspruch auf Perfektion und aus fachmännischer Sicht gibt es sicherlich viele Verbesserungsvorschläge. Aber hey: Für’s erste Mal ist das Ergebnis ziemlich gut.

Runde 1:

Der Plan sah eine gepflasterte Feuerstelle mit einem Durchmesser von rund zwei Metern vor, plus einen niedrigen, gemauerten Kamin. Dazu bestellten wir uns beim größten Online-Fachhändler zunächst eine Tonne Granitpflastersteine der gängigen Handelsgröße 8/11. Die Zahlen geben dabei die „in etwa von bis“-Kantenlänge der Steine in Zentimetern an.

Die Lieferung verlief problemlos, doch schon beim Schleppen der Steine nach hinten in den Garten wurde deutlich, dass man es hinsichtlich Form und Maße offenbar nicht allzu genau genommen hatte. Das sollte noch zu einer Menge Frust führen, aber dafür stimmte der Preis.

Das Ding in der Mitte ist übrigens eine alte Waschtrommel, die zuvor als Feuerstelle gedient hatte, und nun als Maßstab für die Brennfläche in der Mitte herhalten musste. Wie sich beim Auslegen der Steine zeigte, konnten wir uns bei der Menge sogar einen Radius von 1,20 Metern leisten und auch die gewählte Stelle passte gut. Also flugs einen Erdnagel in die Mitte gehämmert und die Steine nach Größe sortiert. Ordnung muss sein.

An den Erdnagel banden wir ein Stück Schnur, auf der wir den gewünschten Innen- und Außenradius für den gepflasterten Ring mit einem Stift markierten. In unserem Falle maßen wir also einmal 35 Zentimeter und einmal 120 Zentimeter ab.

Auf Höhe der Markierungen knoteten wir dann einen Schlitzschraubendreher und rissen mit diesem improvisierten Zirkel die Kreise in der Erde an.

Nun wurde gebuddelt, wobei wir mit Blick auf das geplante Bett aus Sand eine Tiefe von rund 20 Zentimeter anpeilten. Der Einfachheit halber haben wir mit einem Stift eine entsprechende Markierung auf dem Blatt des Spatens gezogen, so dass man schon beim Einstechen die Tiefe abschätzen kann.

Der letzte Schritt dieses ersten Tages war dann womöglich auch der wichtigste: Zum Feierabend ein Bierchen!