Es gibt wohl kaum ein Ritual, das dem Manne so heilig ist, wie das des Rasierens. Egal ob trocken, nass oder gar nur ein Formschnitt mit dem Trimmer, kein Mann kommt um das Thema Bartpflege herum. Eine intime Angelegenheit, bei der schon die Wahl der Waffen über das Ergebnis entscheiden kann. Wer mit Einweg-Klingen aus dem Discounter-10er-Pack seinen Gesichtsgarten beackert, darf sich nicht wundern, wenn er den Boden versaut, falls ihr versteht, was wir meinen.

Anders sieht es freilich aus, wenn man zu Premiumprodukten greift, wie zum Beispiel dem „ES-LV6Q Premium Nass/Trocken-Rasierer“ und dem „ER-GD51 3-in-1 Design-Trimmer“ aus dem Hause Panasonic, die wir uns etwas genauer angesehen haben und euch im Folgenden vorstellen wollen.

Der „ES-LV6Q Premium Nass/Trocken-Rasierer“

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung seitens des Herstellers von 349 Euro ist der „ES-LV6Q“ Elektrorasierer freilich kein Schnäppchen, dafür liegt das edel anmutende Metallgehäuse aber auch entsprechend wertig in der Hand und strahlt selbstbewusst gute Verarbeitung aus. Das Gerät erkennt dank des sogenannten Smart-Lock Systems sogar, dass ihr es gerade haltet, und deaktiviert die praktische Reisesicherung, die verhindert, dass der „ES-LV6Q“ in der Tasche aus Versehen losgeht und eure Pullis rasiert.

Und spätestens wenn ihr den verblüffend flexiblen und anschmiegsamen 5D-Scherenkopf an eure Haut anlegt, wisst ihr, wofür ihr bezahlt habt. Dank der Beweglichkeit in zehn verschiedene Richtungen – seht uns nun folgende, wohl ikonischste aller Floskeln aus der Rasiererwerbung bitte nach – passt sich das Gerät den Konturen des Gesichts wunderbar an, so dass ihr, ohne eure Haut durch übermäßig viel Druck zu stressen, auch an schwierigen Stellen gleichmäßige Ergebnisse erzielt. Bei Bedarf könnt ihr den Kopf auch arretieren.

Im 5-fach-Scherenkopf arbeiten drei verschiedene Scherfolien Hand in Hand. In der Mitte kümmert sich der Integralschneider um die langen Haare, je eine Ultrakontakt-Scherfolie darüber und darunter scheuchen anliegende Haare auf, während sich die Feinschliff-Scherfolien ganz oben und unten um den widerspenstigen Rest kümmern.

Bei den eigentlichen Klingen kommt nanopolierter japanischer Yasuki Hagane Edelstahl mit einem extrem scharfen Schliffwinkel von 30 Grad zum Einsatz. In Bewegung versetzt werden diese von einem kraftvollen Linearmotor, der unabhängig vom Akkustand stets 14.000 Schwingungen pro Minute leistet. Rechnet man das auf jede Klinge, kommt man auf die beworbenen 70.000 Schneidebewegungen pro Minute. Laut Hersteller bei einer Stunde Ladezeit ganze 50 Minuten lang.

Ein besonders abgefahrenes Feature ist der Bartdichten-Sensor, der – wie der Name schon vermuten lässt – erkennt „wie dicht die Barthaare stehen oder ob ein Bereich bereits rasiert ist.“ Dadurch kann der „ES-LV6Q“ in Echtzeit und automatisch die Schwingungen an die Gegebenheiten anpassen, wodurch unnötige Hautreizungen vermieden werden. Das Gerät ist außerdem wasserdicht und damit ebenso für die schnelle Trockenrasur vor dem Spiegel, wie für eine ausgiebige Nassrasur-Session unter der Dusche geeignet.

Alles in allem sorgt das System für eine fast schon spielerisch leichte und äußerst gründliche Rasur, die in unserem von medialer Popkultur überfluteten Kopf immer wieder das Bild hervorrief, von metallenen Lippen geknutscht zu werden. Das liegt nicht nur daran, dass Autoren gerade morgens zu wahnhaften Fantasien neigen, sondern ist vor allem der hochwertigen Technik in einem äußerst noblen Gerät geschuldet. Der „ES-LV6Q“ ist seinen Preis damit durchaus wert.