Autos zu bauen ist harte Arbeit – keineswegs jeder Handgriff kann durch Roboter übernommen werden. Oftmals müssen Männer und Frauen in Fahrzeugfabriken im Stehen am Unterboden arbeiten. Stundenlang. Klar, dass es dabei zu Ermüdungserscheinungen kommen kann – wenn man Handgriffe durchführt, die dem Anheben einer Wassermelone über den eigenen Kopf gleichkommen. 4600-mal am Tag. Bei Ford hat man ein Gegenmittel für dabei entstehende Beschwerden ersonnen: eine Exo-Weste.

Und bei Ermüdungserscheinungen bleibt es schließlich nicht – Verletzungen und Gelenkentzündungen können bei solchen Belastungen die Folge sein. Wie ein Tennisarm, auch an anderen Stellen des Oberkörpers und der Schultern. Dagegen bringt man bei Ford nun die „EksoVest“ ins Spiel. Das Unternehmen hat die tragbare Technologie weltweit eingeführt, um diesen Verletzungsrisiken entgegenzuwirken. In sieben Ländern und 15 Werken kommt die Exoskelett-Weste zum Einsatz.

Knapp 7 Kilo Entlastung pro Arm

Sie soll die Arme eines Arbeiters unterstützen und mit ihrer zusätzlichen Kraft anheben, damit Überkopfarbeiten angenehmer und ergonomischer zu verrichten sind. Die EksoWeste eignet sich für Arbeiter, die zwischen 1,58 Meter und 1,95 Meter groß sind und bietet ihnen eine Hebehilfe von 2,2 bis 6,8 Kilogramm pro Arm. „Fahrzeuge zu bauen ist ein Knochenjob“, bringt es Ford-Boss Bruce Hettle auf den Punkt. „Wir kümmern uns um unsere Mitarbeiter, wollen ihnen helfen, sich bei der Arbeit so wenig wie möglich zu belasten.“

Dafür hat sich der Autobauer mit einem Unternehmen namens Ekso Bionics zusammengetan, das die EksoVest herstellt. „Unsere Mission bei Ekso ist es, die menschlichen Fähigkeiten durch tragbare Technologie und Robotik zu erweitern, um den Menschen zu helfen, derzeitige körperliche Einschränkungen neu zu bewerten und das Bemerkenswerte zu erreichen“, sagt Jack Peurach, Präsident und CEO von Ekso Bionics.

Quelle: carscoops.com