Diese Woche dreht sich bei Apple alles um App-Entwickler: Die World Wide Developers Conference (WWDC) findet vom 10.8.-14.8. statt und bietet allen Teilnehmern einen tiefen Einblick in Apples Software. Besonders heiß erwartet wurde die Keynote am gestrigen Montagmorgen. Fans spannender Neuerungen wurden nicht enttäuscht.

So präsentierte der Weltkonzern neben MAC OS X Mavericks mit kleinen Verbesserungen – für dessen Titel wider Erwarten keine Raubkatze herhalten musste – auch das von Grund auf neu designte iOS 7. Tim Cook selbst sprach von „der größten Veränderung in iOS seit dem Release des iPhone“. Tatsächlich hat Chefdesigner Jony Ive das Look &Feel ordentlich umgekrempelt: Raue Ledertexturen weichen simplen Schwarz-Weiß-Armaturen, nur hier und da gibt es Farbakzente, die komplette Bedienoberfläche wurde auf Minimalismus gebürstet – Geschmackssache.

Natürlich gibt’s neben der überfälligen Frischzellenkur auch tonnenweise neue Funktionen, darunter verbessertes Multitasking und das praktische Control Center. Jetzt reicht ein Wisch, und schon lassen sich Bluetooth, Wi-Fi und Co. aktivieren – damit bleibt die andere Hand frei fürs Bier. Eine Vorabversion soll noch im Laufe des heutigen Tages erscheinen, für die Vollversion von iOS 7 muss man sich bis zum Herbst gedulden.

Nun übrigens nicht in Schnappatmung verfallen und vor Aufregung das Bier vom Tisch fegen: Apple hat nicht nur den Macbook Airs Intels neuen Haswell-Chipspendiert, sondern gewährte überdies einen ersten Blick auf den neuen Mac Pro. Das Apfel-Kraftwerk ist kleiner und stylisher als sein ausgestorbener Vorgänger und lässt mit 12-Kern-Prozessor, zwei Grafikchips und pfeilschnellem Arbeitsspeicher Männerherzen höher schlagen – zumindest von Kerlen, die das Technikbiest zu bändigen wissen und das nötige Kleingeld haben. Denn eines steht fest: Der Mac Pro wird richtig teuer. Also bis zum Release im Herbst etwaige Besuche im Massageclub unterlassen und die Kohle horten – es lohnt sich.

Bild: Apple