Wohl dem, der gute Freunde hat! Aber was macht einen guten Freund eigentlich aus? Dass man auf der Suche nach einem Schlafplatz jederzeit klingeln kann? Auf jeden Fall! Dass man viele gemeinsame Erlebnisse hat, von denen man noch Jahrzehnte später gerne erzählt? Definitiv! Dass man einer gelähmten Freundin einen elektrisch angetriebenen Offroad-Rollstuhl baut, um ihr Leben einfacher zu machen? Nun, das wäre wohl schon recht nah am Ideal dessen, was eine gute Freundschaft ausmacht.

Natürlich haben wir uns diesen speziellen Sonderfall nicht einfach so ausgedacht. In dem Tüftler Zack Nelson hat eine junge Frau namens Cambry nämlich genau so einen Freund gefunden. Zack ist ein handwerklich äußerst begabter Problemlöser, betreibt nicht umsonst einen Do-it-Yourself-Bastelchannel auf Youtube, und kam nicht umhin zu bemerken, welche Nachteile Cambrys Rollstuhl mit sich bringt. Vor allem hinsichtlich der arg eingeschränkten Geländetauglichkeit mit Blick auf die kleinen Reifen, die dazu auch noch mit der eigenen Muskelkraft angetrieben werden müssen.

Um ihre Mobilität zu erhöhen, kam Zack auf die Idee, zwei Elektro-Fahrräder an die Seiten eines stabilen Metallrahmens zu schweißen, der dann als Sitzplatz in der Mitte fungiert. Aus der Idee wurde ein Plan, aus dem Plan Realität mit einer Spitzengeschwindigkeit von 32 km/h und einer Reichweite von ca. 35 Kilometern.

Das folgende Video dokumentiert, wie Zack seiner nichtsahnenden Freundin ihr neues Gefährt überreicht, die zunächst glaubt, dass es um den Dreh eines Clips über ihr (ebenfalls von Zack gebautes) erstes E-Bike mit Stützrädern geht. Schon dieser Prototyp hat Cambry begeistert und, wie sie selber sagt, „ein Gefühl von Freiheit“ gegeben. Zack hat vor allem Sicherheitsbedenken, doch auf die Frage, was sie an dem Rad ändern würde, antwortet Cambry bloß keck: „Ich möchte einfach nur schneller sein!“

Wie gut, dass das zweite Modell beide Probleme auf einmal löst.