Hatten wir vor zwei Tagen noch ungläubig unsere Augen aufgrund der überraschenden Niederlage von Rafael Nadal gerieben, müssen die Augäpfel abermals wundgescheuert werden. Der Titelverteidiger und Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer ist ebenso aus dem Wimbledon-Turnier ausgeschieden.

Während man dem Sandplatzspezialisten Rafael Nadal einen schwächeren Auftritt auf dem saftigen Grün noch zugestehen mag, ist man beim Schweizer Federer auf der Grasunterlage auf ganz andere Matches eingestellt. Der haushohe Favorit erlitt gegen den unbekannten Ukrainer Sergiy Stakhovsky, Weltranglisten-116., eine der bittersten Pleiten seiner gesamten Tenniskarriere.

Federer konnte im gesamten Match lediglich eine seiner zahlreichen Breakmöglichkeiten nutzen. Viel geholfen hat ihm dieses Re-Break im vierten Satz allerdings nicht. Denn Stakhosky spielte sich in einen wahren Rausch und demonstrierte eindrucksvoll, wie Serve&Volley in der Moderne gespielt werden kann. Der siebenmalige Wimbledon-Sieger fand einfach kein Mittel gegen die präzisen Aufschläge des Osteuropäers und ging verdient mit 7:6, 6:7, 5:7 und 6:7 als Verlierer vom Platz.

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