Ja, der Autor dieser Zeilen bemüht zur Einleitung seiner Texte zu oft den Volksmund oder irgendwelche altbackenen Sprichwörter, die kaum noch einer kennt. Doch wenn es nun mal so oft so gut passt? So wie in diesem Fall: „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“, was so viel bedeutet wie: Man sollte sich erst dann feiern, wenn es wirklich einen Grund gibt. Wenn feststeht, dass man gewonnen hat. Das gilt besonders im Sport.

Wer kennt sie nicht, die Bilder von Fußballern, die schon zu ihrer Siegesrunde ansetzen, auf deren Gesicht sich der absolute Triumph abspielt. Doch dann fällt das siegesgewisse Grinsen wie ein Kartenhaus in sich zusammen, wenn der Abseitspfiff ertönt. Genau aus solchen Erlebnissen setzt sich dieses wunderbare Kleinod von einem Video zusammen. Ein regelrechtes Ballett der Schadenfreude.

Da wäre der Torwart beim Hallenfußball, der nach erfolgreicher Parade aus dem Kasten stürmt und sich zum neuen Fußballgott krönt – während die Pille hinter ihm wieder landet und über die Torlinie rollt. Oder der Radrennfahrer, der sich selbst in Pose mit ausgebreiteten Armen feiert – während der Hintermann noch mal alles gibt und an unserem „Sieger“ vorbeizieht. Oder die Jungs beim Buchstabierwettbewerb. Oder, oder, oder …