Es gibt Boxkämpfe, die sind für die Ewigkeit: zähe Fights über etliche Runden, bei denen keiner der Kontrahenten klein beigeben will. Doch ebenso in Erinnerung bleiben die Kämpfe, die rasend schnell vorbei sind. So wie dieser Kampf aus dem Jahr 2007, bei dem sich der Boxer Phil „The Drill“ Williams aus Minneapolis in seinem vierten Halbschwergewichts-Kampf überhaupt gegen Brandon Burke aus Davenport (Iowa) in den Rekordbüchern verewigte – mit dem schnellsten Knock-out aller Zeiten.

Nach nur 1,5 (in Worten: anderthalb) Sekunden schickte Williams seinen Kontrahenten mit einem einzigen rechten Haken zu Boden, in den Burke regelrecht hineinrannte. Von einem wirklichen Kampf konnte damals im Roy Wilkins Auditorium in Saint Paul, Minnesota, keine Rede sein. Der Sieg brachte Williams einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde ein. Er gewann damals übrigens jeden seiner ersten acht Kämpfe durch echten Knock-out oder technischen K.O. Insgesamt konnte er im Laufe seiner Karriere 14 K.-O.-Siege ansammeln.

Am 27. Februar 2016, im Alter von 38 Jahren, war es damit jedoch vorbei: Williams, mittlerweile in der Gewichtsklasse des Cruisergewichts angekommen, traf auf den hungrigen Anwärter Michael Hunter und wurde seinerseits in der allerersten Runde bereits auf die Bretter geschickt. Heute arbeitet Williams als Friseur. Wir wollen gar nicht wissen, wie es Leuten ergeht, die in seinem Barbershop die Zeche prellen …