Ihr liebt Mannschaftssportarten, bei denen packende Duelle ausgetragen werden, aber Fußball ist euch zu langweilig? Mit Eishockey, Hand- oder Wasserball und dem anderen traditionellen Zeug werdet ihr nicht warm? Polo ist nicht euer Ding, weil ihr keine Pferde mögt? Wie wäre es dann mit „Motoball“? Fußball auf Motorrädern, das klingt doch so wunderbar anarchisch, könnte das nicht etwas sein? 

Tatsächlich gibt es das. Das Ziel beim Motoball ist dabei gar nicht so anders als bei anderen Ballsportarten: Es gilt, mehr Tore als der Gegner zu erzielen. Jedes Team besteht aus einem Torwart sowie vier Fahrern auf ihren Bikes. Auch Auswechselspieler gibt es. Der Torwart ist dabei zu Fuß unterwegs (bis 1966 hatte er eine eigene Maschine), es gibt einen sechs Meter großen, D-förmigen Strafraum vor seinem Kasten, der für die Biker tabu ist.

Rote Karten und Strafzeiten

Der Ball ist beim Motoball knapp doppelt so groß wie ein üblicher Fußball – das ist auch dringend notwendig, denn die Fahrer geben ordentlich Stoff auf dem Feld. Beherrschung der Maschinen, Nerven wie Drahtseile und Blitzreflexe sind unumgänglich, um Motoball zu meistern. Zumal diese Sportart auf Kontakt setzt – übertriebene Härte wird zwar abgestraft, aber Berührungen sind unvermeidlich.

Der Schiedsrichter kann ähnlich wie beim Eishockey Strafzeiten vergeben und Fouls ahnden sowie nötigenfalls jemanden komplett vom Feld nehmen. Damit das Ganze nicht komplett außer Kontrolle gerät, müssen für den Sport zudem ganz spezielle Motorräder eingesetzt werden – diese sind auf 250 cm³ Hubraum beschränkt, damit die Leistung aller Maschinen auf dem Feld annähernd die Gleiche ist.