Es gibt Menschen, die haben ein extrem schwaches Nervenkostüm. Dann wieder gibt es Menschen, die sind durchschnittlich belastbar und bekommen vielleicht nicht bei einer Achterbahnfahrt, sondern eher bei der Vorstellung vom Fallschirmspringen das Flattern. Und dann wiederum gibt es Männer, die haben Nerven wie tausendfach gedrehte Seile aus Titanstahl. Das sind dann Typen wie die Jungs aus diesem Video. Leute, die einfach mal eben in einem Kajak einen Berg runtersausen – in einem Graben, so dünn, dass man nicht hinsehen mag.

Erinnert sich noch jemand von euch an das von uns geteilte, allseits beliebte Video von dem Kerl auf dem Fahrrad, der einen Staudamm runter rast? Oder das von dem Pro-Mountainbiker, der eine unfassbar steile Treppe in China mit dem Fahrrad nimmt? Die beiden Herren hier scheinen ebenfalls von großen Höhen und mörderischer Steigung magisch angezogen zu werden.

Anders lässt es sich kaum erklären, wie man als geistig gesunder Mensch auf die Idee kommt, bei einem Gefälle, das hier und da durchaus an der 40-Prozent-Marke kratzen dürfte, folgende Aktion in die Tat umzusetzen: Die Beiden machen einen winzigen Graben ausfindig, durch den eine grade einmal Handbreit hohe Menge an Wasser plätschert. Sie schmeißen ein Tandem-Kajak rein, knoten das Ding an einem Absperrgitter fest und steigen ein. Erst dann lösen sie die Schnur – und es folgt ein Höllenritt, gegen den Bobfahrten etwas von einem Schneckenrennen haben …