Diese unterhaltsamen Szenen ereigneten sich während eines Leichtathletik-Championats im US-amerikanischen Fayetteville in Arkansas. Beim Hürdenlauf über 400 Meter lieferten sich die beiden Athleten und Teamkameraden Infinite Tucker und Robert Grant ein verbissenes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg. Nach der finalen Hürde preschten die beiden Kontrahenten auf die Ziellinie zu und gaben dabei alles.

Im Gedanken bei seiner alleinerziehenden Mutter und den beiden Geschwistern, die er um jeden Preis stolz machen wollte, wie er in einem späteren Interview angab, sah Infinite Tucker nur eine Chance, um Robert Grant zu schlagen, und handelte instinktiv: Er sprang kurz vor der Ziellinie ab, segelte beinahe fünf Meter durch die Luft und überflog so die Demarkation mit einem Bauchklatscher.

Entscheidung um Haaresbreite

Tucker in einem späteren Interview:

„Als es passierte, dachte ich so: ‚Was habe ich gerade getan? Das war nicht geplant, es war eine Entscheidung im Bruchteil einer Sekunde. Mir gingen so viele Emotionen durch den Kopf.“ Infinite Tucker landete auf den Knien, schürfte sich Arme und Beine auf – und blieb, wie er sagte, mehr aus Angst als aus Schmerzen liegen. Weil er sich fürchtete, was die Zeitanzeige ihm präsentieren mochte.

Das war jedoch nicht notwendig, denn der 20-Jährige schlug seinen Gegner Grant mit einer Zeit von 49.38 zu 49.47 Sekunden. Später billigte Robert Grant dem Teamkameraden zu, dass dieser auch ohne den Sprung gewonnen hätte, weil er nach Zeit führte. Echter Sportsgeist.

Quelle: runnersworld.com