Charlie Pearson ist 88. Doch der alte Mann ist weit vom Klischee des Greises entfernt. Charlie Pearson leidet seit 20 Jahren an Parkinson – lebt seit einigen Jahren im Rollstuhl. Man(n) sollte meinen, ein Mann in diesem fortgeschrittenen Alter, noch dazu mit solch einer tückischen Krankheit, denkt ans Aufgeben. Doch das Gegenteil ist der Fall: Charlie Pearson aus Connecticut boxt, um sich gegen die Krankheit zu wehren. Ein Vorbild für jeden Mann.

Im Oktober 2015 fragte ihn seine Enkelin, die Physiotherapeuten ist, ob er schon mal etwas von „Rock Steady Boxing“ gehört habe. Dahinter verbirgt sich ein Programm, das Parkinson-Erkrankten hilft, der Krankheit „eins reinzuwürgen“, indem man wörtlich den Kampf aufnimmt und Boxen lernt. Charlie nahm den Vorschlag an und ging bereits am nächsten Tag zum Training. Bald hatte er sich das Laufen zurückerobert, konnte seinen Rollstuhl verlassen und einige Kniebeugen machen.

Gegenüber der US-Seite „The LADbible“ sagte Charli: „Ich glaube daran, dass man beim Training alles geben muss. Man muss sich fordern. Sicher, wenn das Üben vorbei ist, fühle ich mich für einen Augenblick sehr müde. Aber ich merke auch, dass ich etwas erreicht habe. Ich habe das Gefühl, dass ich wirklich etwas gegen diese gottverdammte Krankheit unternehme.“

Vorbild für uns alle
Sein Trainer, Brett Phillip Burkhart, glaubt an den Erfolg, sieht täglich die Ergebnisse seiner Schützlinge: „Rock Steady Boxing ist ein emotional hartes, körperlich hochintensives Übungsprogramm für Leute mit Parkinson. Kern des Programms ist kontaktfreies Boxtraining – Übungen, die die Lebensqualität Parkinson-Kranker erwiesenermaßen verbessern können.“

Charlie Pearson wurde 1928 geboren und führte in besseren Tagen ein bewegtes Leben an der frischen Luft, indem er schwamm, Angeln ging, Golf spielte und auf Bäume kletterte. Er selbst beschreibt seine Kindheit und sein Lebensstil als „so frei, wie es nur geht“. Es ist beeindruckend, zu sehen, wie ein Mann in dem Alter sein Leben noch auf diese Weise in die Hand nimmt, statt in einem Heim vor dem Fernsehapparat dahinzuvegetieren. Man(n) kann nur hoffen, in seinem Alter ebenso kämpfen zu können.

Quelle: theladbible.com