Die Sensation war perfekt, als UFC-Fighter Jorge Masvidal seine Ankündigungen vor dem Kampf bei UFC 239, seinen Kontrahenten Ben Askren zu „beenden“, mit einem Erdrutschsieg wahrmachte. Masvidal landete den schnellsten K. o. in der Geschichte der UFC, als er Askren kurzerhand mit einem eingesprungenen Knie und einer Schlagserie die Lichter auslöschte. Doch das reichte der Nummer Vier der Welterweight-Liste noch nicht.

Kaum lag Askren, der direkt nach seinem Gegner die Fünf auf der Welterweight-Liste belegt, warf sich Ringrichter Jason Herzog schützend über den Besinnungslosen. Masvidal legte sich quasi zeitgleich daneben und verhöhnte den Kontrahenten, indem er Anzählgesten neben Ben Askren vornahm. Der Kampf war nach gerade einmal fünf Sekunden entschieden.

Bereits vor dem Turnier war es im Vorlauf von UFC 239 zu jeder Menge bösem Blut und Rivalitäten zwischen Jorge Masvidal und Ben Askren gekommen.

Nach dem Kampf sagte Masvidal in einem Interview:

"Ich bin froh, dass ich den Kerl erledigen durfte. Das war nicht Persönliches. Ich wusste einfach, was nötig war, um dem Typ psychisch zuzusetzen. Das ist nicht persönlich gemeint, das hier ist einfach ein Geschäft. Ich bin hier, um meine Schecks einzusammeln, um zu kassieren. Der Kerl ist so vorhersehbar, ein absoluter Anfänger.“ 

Und weiter: „Ich wollte ihm zeigen, dass er wie ein Idiot angreift, kaum dass er einen Treffer kassiert – und dass ihn das bremsen und ich ihn somit zusammenschlagen und erledigen würde. Also habe ich die Hände auf meinen Rücken genommen und er ist prompt drauf reingefallen.“

Auch im späteren Interview mit Kampfsport- und Comedy-Legende Joe Rogan fand Masvidal eindeutige Worte für seinen Gegner:

„Natürlich hätte ich seinen Hintern gerne 14 Minuten und 50 Sekunden versohlt, aber dazu kam es ja leider nicht. […] Es ging flott, der ist keine Bedrohung für mich und meine Fähigkeiten. Ich will nicht weiter über den Typen reden, ich hab ihm gegeben, was er verdient. Ich bin einfach kein Fan von dem, also bin ich froh, ihn vorgeführt zu haben. Froh, dass ich der Welt zeigen konnte, dass er sich schlicht nicht auf diesem Niveau bewegt, nicht hierher gehört.“