Sport ist Mord! Eine Floskel, die dem durchschnittlichen und damit lauffaulen mann.tv-Autor bei jeder sich bietenden Gelegenheit über die Lippen kommt, und nun endlich auch mal für eine Einleitung herhalten kann. Denn dänische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass exzessives Jogging – dramatisch formuliert – tödlich sein kann.

Veröffentlich wurden die Studienergebnisse von der US-Fachzeitschrift "Journal of the American College of Cardiology". Dort steht geschrieben, dass Joggen nur dann einen Nutzen für die Gesundheit habe, wenn man es damit nicht übertreibt. Chillige zweieinhalb Stunden pro Woche bei moderatem Tempo und maximal auf drei Laufeinheiten verteilt, reichen vollkommen aus.

Zu diesem Schluss kamen die Dänen, nachdem sie über 12 Jahre hinweg Daten von 1098 Joggern und 413 Couchpotatoes sammelten. Die Teilnehmer waren zu Beginn der Studie alle gesund, doch nach Auswertung der Sterblichkeitsrate zeigte sich, dass diese unter den extremen Joggern fast genauso hoch war wie unter Nichtjoggern, während die Softjogger deutlich besser abschnitten.

An sich ein gutes Ergebnis, denn wenn zweieinhalb Stunden Laufinvestition pro Woche bereits ausreichen, um sein Leben zu verlängern, dann kommen schließlich auch bequeme Menschen recht gut dabei weg. Und bekennende Sesselstatuen lachen sich sowieso ins Fäustchen. Nur die fanatischen Läufer, tja, die sind gearscht. Das tut uns zwar leid, aber es ist ja nicht so, als hätten wir es nicht schon immer gesagt.