Gerade bei Videos zu sportlichen Höchstleistungen wird ja gerne mit Superlativen um sich geworfen. Da ist schon mal die Rede von „maximaler Körperbeherrschung“ oder „vollem Einsatz“. Bei aller Aufgeschlossenheit müsssen wohl viele Männer zugeben, dass sie einer Menge Frauensportarten in dieser Hinsicht eher nicht so viel Respekt zollen, wie die verdient haben. Sieht man ein Video wie dieses, darf man sehr wohl anerkennend durch die Zähne pfeifen.

Wer mit Konzepten wie Turnen oder Trampolinspringen „ein bisschen Rumgehüpfe“ und „Getanze“ verbindet, wird umdenken müssen, wenn er diesen Clip gesehen hat. Denn was wir hier erleben müssen ist – Pardon – „maximale Körperbeherrschung“ bei „vollem Körpereinsatz.“ Die etlichen Salti, die diese Athletinnen hier vollführen, kann man mit bloßem Auge beinahe nicht mehr voneinander unterscheiden, geschweige denn zählen.

Was wir hier sehen, nennt sich Tumbling, frei übersetzt „taumeln“ – eine spezialisierte Trampolin-Turnart, die sich besonders in China und Russland hoher Beliebtheit erfreut. Die Regeln sind simpel, die Ausführung atemberaubend komplex: Laut Wikipedia hat man eine etwa 42 Meter lange Bahn zur Verfügung, die mit Sprüngen und Überschlägen bewältigt werden muss. Diese teilt sich in elf Meter Anlauf-, 25 Meter Sprung- sowie sechs Meter Landefläche. 

Auf einer Serie müssen minimal acht Sprünge erfolgen, bei Turnieren sind es sogar zwei – einmal mit Sprüngen und einmal mit Schrauben.