Na gut, ich gebe es zu: Als ich bei MANN.TV anfing und es im Bewerbungsgespräch hieß, ob ich denn wisse, was die LFL sei, habe ich gelogen und ja gesagt. Ebenso wie auf die Frage, ob ich die LFL liebe. Da habe ich auch einfach „Na klar!“ gerufen – ohne zu wissen, was die LFL ist. Wüsstet ihr es? Jetzt jedenfalls weiß ich es – und entlassen hat mich bislang auch keiner, also kann ich darüber berichten. LFL steht für „Lingerie Football League“. Nein, das ist kein Tippfehler: Es geht um Frauen, die in Unterwäsche American Football spielen.

Bis auf Schulterprotektoren und Knieschoner sowie ihren Helm tragen die Damen dabei keinen Schutz. Dass es auch in dieser Variante des Footballs durchaus mehr als nur ein bisschen ruppig zugeht, ist – neben der Tatsache, dass dieser absurd klingende Sport wirklich existiert – hingegen weniger verwunderlich. Dass Frauen mit harten Bandagen spielen können, wissen wir längst seit einigen Videos aus dem Frauenfußball, bei denen es durchaus zur Sache geht.

Doch dieses Match zwischen den „Dallas Desire“ und den „Seattle Mist“ der Western Conference Championship hat es mehr als in sich. Es kommt zu einigen Begegnungen und etlichen, für die Spielerinnen scheinbar frustrierenden, Situationen. Die münden darin, dass Victoria Thomas, die für Dallas spielt, Seattles Bren Rynda an den Haaren satte zehn Yards(!) über das Field schleift – eine wirklich üble Aktion, die Rynda durchaus hätte die Kopfhaut kosten können.