Doping ist im Sport ein großes Problem. Als Erstes fallen da natürlich der Radsport oder die Leichtathletik ein. Gerade in diesen beiden Sportarten werden regelmäßig Athleten des Dopings überführt. Doch die illegale Nachhilfe zum Erreichen der maximalen Leistungsgrenze ist in vielen Profisportarten präsent – mal mehr mal weniger. Mal ganz abgesehen vom Aspekt der Fairness und der groben Unsportlichkeit, ist Doping ein Zerstörer des Vertrauens in die jeweilige Sportart.

Aktuell ist das Thema gerade besonders im Tennis-Bereich, einem Sport, bei dem garantiert keiner an Doping denkt. Seitdem Ex-Tennisprofi Daniel Köllerer aber scharf gegen den Tennissport als auch Superstar Rafael Nadal schießt, ist es in aller Munde. Die Krux an der Geschichte: Köllerer wurde wegen Spielmanipulation lebenslang gesperrt. Dass nun ausgerechnet er schwere Vorwürfe erhebt, hat natürlich einen faden Beigeschmack. Er hat  zumindest Tennis-As Rafael Nadal des Dopings beschuldigt und gleich noch einen draufgesetzt, indem er schwere Vorwürfe gegen den gesamten Sport erhebt.

So sagte er in einem Interview mit der „Sportwoche“: „Im Tennis wird manipuliert und gedopt! Und was passiert? Nichts. Außer bei mir.“ Und fügte in Richtung Nadal an: „Dass der nichts nimmt, glaubt doch keiner. Der ist sieben Monate nicht dabei, kommt im Februar zurück und gewinnt dann zehn von zwölf gespielten Turnieren. Das ist unmöglich! Unmöglich! Stell dir vor, der wird positiv getestet – was das für das Tennis bedeuten würde."

Laut Köllerer soll es in der Tennis-Szene zahlreiche Gerüchte geben, dass Nadals Dopingpraktiken längst von höchster Stelle vertuscht würden, dass seine „Verletzungspausen in Wahrheit verkappte Doping-Sperren sind. Wenn das stimmt und das Ganze inoffiziell ist, indem sie ihn 'krankschreiben', empfinde ich das als bodenlose Frechheit", so Köllerer.

Ähnliche Vorwürfe gingen auch an die Adresse von David Ferrer. Nun ist die Frage, wem man Glauben schenken möchte. Aktuell wird den Vorwürfen nicht nachgegangen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Wie auch immer die Geschichte weitergeht, Köllerer hat sich definitiv keine neuen Freunde gemacht im Tennissport.

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